Vancouver auf zwei Rädern entdecken
Am heutigen Morgen stand ich ausgeschlafen auf und bereitete mir zunächst ein ausgiebiges Frühstück zu. Anschließend kümmerte ich mich um meine Wäsche, die ich wusch und zum Trocknen aufhängte. Außerdem musste ich noch einige Batterien wechseln, da sowohl mein Wattmesser an der Kurbel als auch mein Temperatursensor, die beide mit meinem Garmin-Navigationsgerät verbunden sind, nahezu leer waren.
Nachdem ich alles erledigt hatte, schwang ich mich auf mein Fahrrad, um Vancouver bei einer kleinen Rundtour zu erkunden.
Zunächst fuhr ich einmal komplett um den Stanley Park herum. Dabei war ich überrascht, wie gut die Fahrradinfrastruktur in Vancouver ausgebaut ist. Die Radwege sind klar von den Fußgängerwegen getrennt, und insgesamt wirkt alles sehr durchdacht. Es macht richtig Spaß, eine Stadt zu erkunden, in der so viel Wert auf eine fahrradfreundliche Infrastruktur gelegt wird.
Am Stanley Park legte ich an einem kleinen Strand eine längere Pause ein. Auf einer Bank saß ich bestimmt eine Stunde und genoss den Blick in Richtung Vancouver Island. Es war schön, einfach einmal innezuhalten, die Aussicht auf mich wirken zu lassen und die Ruhe am Wasser zu genießen.
Anschließend ging es von der English Bay aus weiter entlang der Uferpromenade. Dabei hatte ich immer wieder eine tolle Aussicht auf das Fußballstadion und die verschiedenen Hochhäuser der Stadt. Vancouver hat wirklich eine schöne Mischung aus moderner Architektur, Wasser und viel Natur zu bieten.
Am Abend machte ich mich noch einmal auf den Weg, um einen Adapter für mein Handy zu finden. Mein USB-C-auf-Lightning-Adapter war vor einigen Tagen kaputtgegangen. Normalerweise lade ich mein Handy während der Fahrt über meinen Nabendynamo und eine kleine Puffer-Powerbank auf. Da ich allerdings noch ein älteres iPhone mit Lightning-Anschluss besitze, benötige ich dafür einen entsprechenden Adapter.
Weil ich nicht gleich ein komplett neues Kabel kaufen wollte, sondern eigentlich nur diesen kleinen Adapter brauchte, lief ich noch einmal etwa drei Kilometer durch Vancouver. Umso überraschender war es, dass ich am Ende keinen passenden Adapter finden konnte. Bisher hatte ich auf meiner Weltreise eigentlich immer irgendwo solche Kleinigkeiten auftreiben können. Umso merkwürdiger fand ich es, dass es hier offenbar schwieriger war als an vielen anderen Orten der Welt.
Auf dem Rückweg nahm ich mir noch eine Pizza mit, die ich anschließend gemütlich in meinem Apartment verspeiste. Danach ließ ich mir ein warmes Bad ein und entspannte mich ausgiebig.
Von meiner Wanderung am Vortag hatte ich nämlich einen ordentlichen Muskelkater. Offenbar hatte ich dabei ganz andere Muskelgruppen beansprucht, als ich es vom Radfahren gewohnt bin. Das merkte ich besonders beim Gehen, denn meine Beine fühlten sich schwer und unbeweglich an. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Beim Fahrradfahren selbst bekomme ich schließlich so gut wie nie Muskelkater.
Nach dem entspannenden Bad gab es später noch eine große Portion Tortellini, bevor ich mich schließlich spät ins Bett legte. Ein ruhiger Tag in Vancouver ging zu Ende, an dem ich die Stadt auf dem Fahrrad erkundet, einige Dinge erledigt und meinem Körper ein wenig Erholung gegönnt hatte.







