Tag
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Mystische Bergwanderung und ein gründlicher Fahrradservice

Am heutigen Morgen stand ich früh auf und frühstückte erst einmal eine Kleinigkeit. Anschließend traf ich mich mit Julianne, die ich am Vortag bei einer Free Walking Tour kennengelernt hatte. Gemeinsam wollten wir den Grouse Mountain erklimmen.

Um dorthin zu gelangen, nahmen wir zunächst von der Waterfront Station die Fähre nach North Vancouver und fuhren anschließend mit dem Bus zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Da der Hauptwanderweg wegen Wartungsarbeiten gesperrt war, entschieden wir uns für den BCMC Trail.

Schon nach den ersten Metern wurde klar, dass dieser Weg es in sich hatte. Auf gerade einmal drei Kilometern ging es nahezu ununterbrochen steil bergauf. Insgesamt überwanden wir knapp 800 Höhenmeter – eine ordentliche Herausforderung, die wir in etwa anderthalb Stunden bewältigten.

Oben angekommen, hofften wir auf eine schöne Aussicht über Vancouver. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Die Wolken hingen so tief am Berg, dass von der Stadt nichts zu sehen war. Dafür herrschte eine ganz besondere, mystische Stimmung. Der Gipfel auf rund 1.100 Metern lag vollständig in den Wolken, wodurch die Umgebung beinahe märchenhaft wirkte. Allerdings wurde es dadurch auch schnell feucht und kalt.

Wir legten eine kleine Pause ein, aßen etwas und genossen die außergewöhnliche Atmosphäre, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Diesen nahmen wir in einem flotten Tempo in Angriff und legten einige Abschnitte beinahe im Trailrunning-Stil zurück. Nach ungefähr 50 Minuten waren wir wieder unten.

Anschließend ging es mit dem Bus und der Fähre zurück in die Innenstadt. Dort verabschiedete ich mich von Julianne, die nun zurück zu ihrem Hostel musste, um ihren Rückflug nach Deutschland anzutreten. Es war schön, gemeinsam ein kleines Abenteuer erlebt zu haben und dabei wieder einen interessanten Menschen kennenzulernen.

Ich erledigte noch ein paar Einkäufe und machte mich anschließend auf den Weg zurück zu meiner Gastgeberin. Nach einer dringend benötigten Mahlzeit widmete ich mich meinem Fahrrad. Da ich mein Rad auf der Reise täglich stark beanspruche, gehören regelmäßige Wartungsarbeiten einfach dazu. Ich erneuerte die Kette und das Ritzel, reinigte den Antrieb gründlich und kontrollierte sämtliche Schrauben, die ich anschließend noch einmal festzog.

Nachdem mein Fahrrad wieder bestens vorbereitet war, verbrachte ich noch etwas Zeit mit meiner Gastgeberin. Am Abend schnitt ich meine Kurzvideos, lud sie auf meine Social-Media-Kanäle hoch und kümmerte mich um meinen Tagebucheintrag.

Damit ging ein weiterer ereignisreicher Tag zu Ende – mit einer anspruchsvollen Bergwanderung, einer netten Begegnung und einem rundum gewarteten Fahrrad, das bereit für die nächsten Kilometer war.