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Vancouver entdecken: Stadtgeschichte, neue Begegnungen und ein Blick auf die Skyline

Am heutigen Morgen wachte ich ausgeschlafen auf. Zunächst machte ich mir ein Müsli und aß ein paar Scheiben Brot mit Erdnussbutter. Anschließend machte ich mich fertig, um rechtzeitig zum Treffpunkt der Free Walking Tour zu gelangen. Pünktlich um 10:00 Uhr kam ich dort an, und schon kurz darauf begann unsere dreistündige Stadtführung.

Wir erkundeten verschiedene historische Ecken Vancouvers und kamen an alten Gebäuden, der großen Bibliothek und einer traditionsreichen Kirche vorbei. Besonders interessant war der historische Stadtkern von Gastown, in dem sich noch heute viel von der Geschichte der Stadt entdecken lässt. Während der Tour erfuhr ich einiges über Vancouver und seine Entwicklung. Auch die Gruppe war super entspannt und sympathisch. Fünf der Teilnehmenden waren deutschsprachig, dazu kamen eine Neuseeländerin und eine Engländerin. Unser Guide stammte ursprünglich ebenfalls aus Deutschland, sodass wir uns untereinander schnell austauschten.

Natürlich wurde ich auch diesmal wieder zum kleinen Helden der Gruppe, als die anderen erfuhren, dass ich mit dem Fahrrad um die Welt fahre. Das sorgte für jede Menge Interesse und Nachfragen zu meiner Reise, meinen bisherigen Erlebnissen und meinen Plänen für die kommenden Monate. Ich erzähle immer wieder gerne davon und finde es schön, wenn ich Menschen mit meiner Reise inspirieren und ihnen zeigen kann, was mit dem Fahrrad alles möglich ist.

Nach der Tour ging ich mit zwei deutschen Frauen, die ich dort kennengelernt hatte, in ein japanisches Ramen-Restaurant. Dort gönnten wir uns erst einmal ein leckeres Mittagessen. Anschließend schlenderte ich mit Julianne noch ein wenig durch die Straßen der Innenstadt, da ihre Freundin inzwischen den Rückflug nach Deutschland antreten musste.

Am Nachmittag machte ich mich mit meinem Fahrrad auf den Weg zu einem Fahrradladen im Süden Vancouvers. Meine Pedale mussten gewartet werden, und glücklicherweise konnte der Mitarbeiter die Arbeit direkt erledigen. So musste ich mein Fahrrad nicht im Laden zurücklassen und später noch einmal wiederkommen. Während ich wartete, unterhielt ich mich sehr nett mit dem Verkäufer. Er gab mir einige hilfreiche Tipps für meine weitere Reise entlang der amerikanischen Westküste, über die ich mich natürlich sehr freute.

Anschließend fuhr ich zurück zu meiner Unterkunft. Von dort aus ging es gemeinsam mit Julianne noch einmal in die Innenstadt bis zur Waterfront. Wir wollten den Abend nutzen, um Vancouver von einer anderen Perspektive zu erleben. Mit dem kleinen Wassershuttle setzten wir nach North Vancouver über. Da die Sonne bereits untergegangen war, bot sich uns von dort eine wunderschöne Aussicht auf die beleuchtete Skyline der Stadt.

Wir suchten uns eine Bank, machten es uns gemütlich und unterhielten uns eine ganze Weile. Es sind genau diese ungeplanten Momente, die das Reisen für mich so besonders machen: Man lernt zufällig Menschen kennen, verbringt ein paar schöne Stunden miteinander und tauscht sich über die unterschiedlichsten Themen aus. Obwohl man sich erst am selben Tag begegnet ist, entstehen manchmal richtig angenehme Gespräche.

Irgendwann setzte leichter Regen ein, und mit den sinkenden Temperaturen wurde es zunehmend ungemütlich. Deshalb nahmen wir das Wassershuttle zurück in die Innenstadt und verabschiedeten uns, um jeweils zu unseren Unterkünften zurückzukehren.

Am Abend machte ich mir noch etwas zu essen und ließ den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen. Zwischen spannender Stadtgeschichte, neuen Bekanntschaften, kleinen Reparaturen am Fahrrad und einem wunderschönen Blick auf die Skyline hatte ich Vancouver heute auf ganz unterschiedliche Weise kennengelernt. Schließlich ging ich müde, aber zufrieden ins Bett.