Fahrradreparatur, Videoschnitt und ein ruhiger Tag bei meinen Gastgebern
Am heutigen Morgen wachte ich ausgeschlafen auf. Zum Frühstück machte ich mir ein großes Müsli und aß dazu Brot mit Erdnussbutter. Bevor ich mich jedoch den anderen Aufgaben des Tages widmen konnte, musste ich mich zunächst um eine kleine Reparatur an meinem Fahrrad kümmern.
Eine Schraube am Vorbau hatte sich durch meinen Sturz vor zwei Tagen gelockert, wodurch das Steuerlager Spiel bekommen hatte. Leider war der Schraubenkopf so beschädigt, dass ich die Schraube nicht mehr selbst herausdrehen konnte. Mein Warmshowers-Gastgeber telefonierte deshalb kurzerhand mit einem Freund aus dem Dorf, der sich besser mit Fahrrädern auskannte, und schickte mich zu ihm.
Dort angekommen, machte sich der hilfsbereite Mann direkt an die Arbeit. Mit einem etwas größeren Torx-Aufsatz und gezielten Schlägen mit dem Hammer gelang es ihm schließlich, die widerspenstige Schraube zu lösen. Anschließend mussten wir nur noch eine passende Ersatzschraube finden, alles wieder richtig montieren und einstellen. Schon war mein Fahrrad wieder einsatzbereit!
Während der Reparatur kamen noch einige weitere Männer dazu, und wir unterhielten uns längere Zeit miteinander. Es war eine wirklich nette und herzliche Begegnung. Immer wieder faszinieren mich solche Situationen auf meiner Reise: Man hat ein Problem, kennt zunächst keine Lösung und trifft dann auf Menschen, die einem ganz selbstverständlich helfen. Oft entstehen daraus nicht nur praktische Lösungen, sondern auch interessante Gespräche und schöne Erinnerungen.
Anschließend ging es zurück zur Unterkunft meiner Warmshowers-Gastgeber. Dort widmete ich mich meinen Kurzvideos, die ich in den vergangenen Tagen auf dem Cassiar Highway nicht bearbeiten konnte. Das Schneiden, Vertonen und Untertiteln der Videos nimmt immer einige Stunden in Anspruch. Schließlich möchte ich meine Erlebnisse nicht nur für mich festhalten, sondern auch mit meiner Community teilen und anderen Menschen einen Eindruck davon vermitteln, was ich unterwegs erlebe.
Zusätzlich musste ich noch einige Tagebucheinträge nachholen, was ebenfalls einiges an Zeit beanspruchte. So wechselte ich zwischen Videoschnitt, Schreiben und Essen, während draußen das Wetter immer wieder zwischen verschiedenen Bedingungen wechselte.
Am Abend nahm ich mir schließlich noch Zeit, mich ausführlich mit meinen Warmshowers-Gastgebern zu unterhalten. Es ist schön, nach einem Tag voller organisatorischer Aufgaben in einer gemütlichen Umgebung anzukommen und sich mit Menschen auszutauschen.
Zum Abschluss des Tages machte ich es mir mit einem Film gemütlich und ließ den Abend entspannt ausklingen. Nicht jeder Tag auf einer Fahrradweltreise ist voller spektakulärer Landschaften und großer Abenteuer. Manchmal gehören eben auch Reparaturen, Videoschnitt und organisatorische Aufgaben dazu. Und genau diese ruhigeren Tage sind wichtig, um die vielen Erlebnisse zu verarbeiten und sich auf die nächsten Etappen vorzubereiten.


