Ankunft in Timor-Leste
Heute Morgen ging es für mich früh raus, denn mein Flug nach Timor-Leste stand an. Ich packte alle meine Sachen zusammen und rief mir ein Uber. Mit einem Maxi-Uber, in dem auch mein verpacktes Fahrrad problemlos Platz fand, ging es gerade einmal acht Kilometer bis zum Flughafen.
Dort angekommen, verlud ich zunächst alles auf einen Trolley und checkte mein Fahrrad sowie das Aufgabegepäck mit den Fahrradtaschen ein. Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrolle. Wie so oft auf dieser Reise wurden sowohl mein Rucksack als auch mein Handgepäck herausgezogen und gründlich durchsucht. Nachdem die Mitarbeiter alles überprüft hatten und nichts zu beanstanden war, konnte ich zum Gate weitergehen und wenig später ins Flugzeug steigen.
Der erste Flug führte nach Darwin. Dort stand ein Umstieg an – inklusive einer weiteren Sicherheitskontrolle. Erneut wurde mein Gepäck durchwühlt. Diesmal musste ich allerdings meine alte Fahrradkette abgeben, die ich im Handgepäck transportiert hatte. Offenbar wurde sie als potenziell gefährlicher Gegenstand eingestuft.
Kurz darauf ging es weiter mit dem Flug nach Dili. Nach wenigen Stunden landete ich schließlich in Timor-Leste. Es folgte das Einreiseprozedere, das glücklicherweise unkompliziert verlief. Als ich mein Fahrrad und mein Gepäck wieder in Empfang genommen hatte, nahm ich ein Taxi zu meinem Hotel. Ich wollte mein Fahrrad in Ruhe und ohne Zeitdruck wieder aufbauen.
Die Fahrzeuge hier wirkten zwar teilweise etwas in die Jahre gekommen, erfüllten aber zuverlässig ihren Zweck. Im Hotel angekommen, begann ich zunächst damit, mein Gepäck neu zu sortieren. Beim Fliegen muss ich das Gewicht immer sorgfältig zwischen Handgepäck und Aufgabegepäck verteilen. Meist versuche ich, das Handgepäck etwas schwerer zu machen, damit das aufgegebene Gepäck innerhalb der erlaubten Gewichtsgrenzen bleibt.
Danach begann ich mit dem Zusammenbau meines Fahrrads. Schritt für Schritt montierte ich alle Teile wieder an ihren Platz. Nach etwa anderthalb Stunden war alles fertig, und ich war erleichtert, dass der Transport ohne Schäden überstanden worden war.
Da es inzwischen bereits dämmerte, musste ich mich noch um das Abendessen kümmern. Zunächst ging ich zu einem Supermarkt und kaufte einige Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Anschließend suchte ich ein kleines Restaurant auf, in dem ich für umgerechnet nur etwa drei Euro ein leckeres Gericht aus Reis, Eiern und Gemüse bekam.
Im Dunkeln machte ich mich schließlich wieder auf den Weg zurück zur Unterkunft. Dort versuchte ich noch, die kommenden Tage grob zu planen und mir einen Überblick über meine Route zu verschaffen. Nach einem langen Reisetag fiel ich schließlich müde ins Bett und freute mich darauf, am nächsten Morgen mein nächstes Abenteuer in Timor-Leste zu beginnen.








