Ein Tag voller Kontraste in Melbourne- Von Kultur bis Party
Heute Morgen stand ich früh auf, denn Craig nahm mich mit seinem Camper bis nach Geelong mit. Von dort ging es für mich zunächst mit dem Bus und anschließend mit der Bahn weiter nach Melbourne. Nach knapp drei Stunden erreichte ich die australische Metropole.
Mein erster Weg führte überraschenderweise direkt zu Aldi. Warum genau das für mich so ein Highlight war, kann ich selbst kaum erklären – vielleicht einfach ein Stück Heimatgefühl am anderen Ende der Welt. Außerdem konnte ich dort günstig Lebensmittel einkaufen, was für einen Radreisenden natürlich immer ein Pluspunkt ist.
Danach wollte ich mit dem Bus zum Treffpunkt einer Free Walking Tour fahren. Doch der Bus ließ auf sich warten und kam auch nach 15 Minuten nicht. Also blieb mir nichts anderes übrig, als zügig zu Fuß loszulaufen. Zum Glück schaffte ich es gerade noch rechtzeitig.
Die Tour führte durch das Stadtzentrum, vorbei an schönen Parkanlagen, durch Viertel voller Streetart und zu vielen weiteren spannenden Ecken der Stadt. Melbourne wirkte auf mich sofort lebendig, kreativ und unglaublich vielfältig.
Während der Tour lernte ich zwei Neuseeländerinnen kennen, nachdem mich eine der beiden ansprach. Wir verstanden uns direkt gut, unterhielten uns lange und gingen nach der Stadtführung sogar noch gemeinsam essen. Anschließend versuchten sie mich zu überzeugen, am Abend mit zum Bar-Hopping zu kommen.
Eigentlich hatte ich dafür gar keinen Plan gehabt. Doch nach weiteren zwei Stunden gemeinsam durch die Stadt schlendern, entschied ich spontan, im selben Hostel wie die beiden einzuchecken und mir noch ein Bett für eine Nacht zu buchen. Kurz darauf meldete ich mich auch für das Bar-Hopping an.
Zum Sonnenuntergang lief ich noch am Fluss entlang und genoss den Blick auf die Skyline von Melbourne – ein wirklich schöner Moment.
Am Abend ging es dann mit den beiden Neuseeländerinnen, ein paar Deutschen aus dem Hostel und zwei Amerikanerinnen von Bar zu Bar. Diese Abwechslung tat mir richtig gut. Nach so vielen Tagen voller Natur, Fahrradkilometer und Zeltnächten war es schön, einmal wieder mitten im Stadtleben zu sein.
Die letzte Bar des Abends war gleichzeitig auch ein Club. Dort tanzte unsere Gruppe gemeinsam mit vielen anderen Menschen ausgelassen bis tief in die Nacht. Die Stimmung war großartig, und ich genoss es sehr, mal wieder feiern zu gehen.
Erst um 3:00 Uhr morgens machten sich die letzten drei aus unserer ursprünglichen Gruppe – zwei Deutsche und ich – auf den Rückweg ins Hostel.
So ging ein erlebnisreicher Tag ganz anderer Art zu Ende.









