Tag
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Von Bali nach Java – und direkt weiter zum nächsten Abenteuer

Am heutigen Morgen wachte ich etwas später auf, da ich am Vorabend erst sehr spät ins Bett gekommen war. Nach gerade einmal viereinhalb Stunden Schlaf packte ich meine Sachen zusammen, bekam von meiner Warmshowers-Gastgeberin noch ein leckeres Frühstück und machte mich anschließend auf den Weg durch das geschäftige Denpasar.

Schon nach den ersten Kilometern war ich wieder mitten im balinesischen Verkehrschaos. Zwischen unzähligen Motorrollern, Autos und LKWs schlängelte ich mich aus der Stadt heraus. Die Strecke führte vorbei an sattgrünen Reisfeldern, kleinen Dörfern und den überall präsenten Tempeln, die Bali seinen ganz besonderen Charakter verleihen.

Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel. Zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit wurde das Radfahren zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Da ich mir für diesen Tag eine lange Etappe vorgenommen hatte, kämpfte ich mich Kilometer für Kilometer voran. Als ich merkte, dass mein Körper dringend neue Energie brauchte, legte ich an einem Supermarkt einen kurzen Stopp ein und gönnte mir ein eiskaltes Getränk. Durch die Hitze verbrauche ich beim Radfahren unglaublich viel Energie und verliere gleichzeitig große Mengen Flüssigkeit.

Da ich am Morgen ausgiebig gefrühstückt hatte, verzichtete ich auf eine Mittagspause. Mein Ziel war es, noch rechtzeitig die Fähre nach Java zu erreichen. Nach vielen Stunden im Sattel und unzähligen Schweißperlen rollte ich schließlich gegen 17:00 Uhr am Fährhafen ein.

An einem der zahlreichen Ticketstände kaufte ich mir ein Ticket und konnte direkt auf die nächste Fähre fahren. Keine fünf Minuten später legte das Schiff bereits ab – genau so mag ich das. Schon während der Überfahrt war die Nachbarinsel Java deutlich zu sehen. Die eigentliche Fahrt dauert gerade einmal rund 30 Minuten. Da jedoch ständig Fähren zwischen den beiden Inseln verkehren und nur wenige Anlegestellen zur Verfügung stehen, mussten wir vor dem Hafen noch etwa eine halbe Stunde warten, bis wir anlegen konnten.

Inzwischen war es bereits dunkel geworden. Noch auf der Fähre hatte ich mir eine Unterkunft herausgesucht und steuerte diese nach der Ankunft direkt an. Vor Ort stellte sich allerdings heraus, dass das Hotel gar nicht mehr existierte und gegenüber inzwischen ein neues eröffnet worden war.

Dort war nur noch ein Zimmer mit Ventilator frei. Für eine Nacht schien mir das völlig ausreichend zu sein. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass der Raum extrem stickig war. Es gab praktisch keine Luftzirkulation, und der Ventilator war kaum mehr als Dekoration.

Nachdem ich geduscht hatte, ging ich noch schnell in den Ort, um etwas zu essen. Anschließend erledigte ich meine Abendroutine und legte mich so früh wie möglich ins Bett. Bereits am Morgen hatte ich nämlich eine Tour zur Besteigung des Ijen-Vulkans gebucht. Die Abholung sollte schon gegen Mitternacht erfolgen – viel Schlaf würde mir also nicht bleiben.

Leider machte mir die Hitze im Zimmer zusätzlich zu schaffen. Trotz Müdigkeit schwitzte ich selbst im Liegen. Nach einem ganzen Tag auf dem Fahrrad war das alles andere als die ideale Vorbereitung auf die nächste Herausforderung.