Tag
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Tempel, Traditionen und heilige Quellen auf Bali

Am heutigen Morgen schlief ich erst einmal aus. Anschließend organisierte ich einige Dinge für den heutigen und den morgigen Tag und schnitt noch das Kurzvideo vom Vortag. Als alles erledigt war, sprang ich noch einmal in den Pool der Unterkunft und genoss die Erfrischung.

Danach zog ich mich um, packte meine Tasche und machte mich mit dem Motorroller auf den Weg – diesmal ins Landesinnere Balis.

Mein erster Stopp nach etwa anderthalb Stunden Fahrt war der Kertha Gosa in Klungkung. Dort erfuhr ich viel über die hinduistische Kultur, die Geschichte Balis und die zahlreichen Sagen und Überlieferungen der Insel. Ein freundlicher Einheimischer berechnete anhand des balinesischen Kalenders und meines Geburtsdatums, welchem Persönlichkeitstyp ich nach ihrem Glauben entspreche. Anschließend wollte er mir passend dazu ein selbst gemaltes Bild verkaufen. Nach einem kurzen, freundlichen Verhandeln wurden wir uns einig. Ich fand die Idee spannend und wollte ihn gleichzeitig mit meinem Kauf unterstützen.

Nach diesem kulturellen Einblick ging es zunächst zum Mittagessen. Es gab wieder ein typisches indonesisches Gericht mit Reis, Tempeh, Ei und Gemüse.

Auf Empfehlung des Mannes aus dem Tempel fuhr ich anschließend weiter zum bedeutendsten Tempel Balis und gleichzeitig größten Tempelkomplex Indonesiens, dem Pura Besakih. Dort erhielt ich zunächst traditionelle Kleidung, die Besucher aus Respekt vor der Kultur tragen müssen. Außerdem wurde mir ein Guide zugeteilt, der mich durch die weitläufige Tempelanlage führte. Sie besteht aus einem Haupttempel sowie zahlreichen kleineren Familientempeln der verschiedenen Clans. Die Geschichten, Hintergründe und die beeindruckende Architektur faszinierten mich sehr, sodass ich mir ausreichend Zeit nahm, alles in Ruhe zu erkunden.

Anschließend führte mich meine Route weiter zum Lake Batur. Der malerische Kratersee liegt direkt am Fuße des Vulkans Batur und bot mit seiner Kulisse ein wunderschönes Panorama. Von dort aus ging es weiter Richtung Norden – vorbei an unzähligen Reisterrassen, kleinen Dörfern und zahllosen Tempeln, die das Landschaftsbild Balis prägen.

Mein letztes großes Ziel des Tages war der Pura Tirta Empul. Nachdem ich zunächst die Tempelanlage besichtigt hatte, nahm ich auch am traditionellen Reinigungsritual teil. Dafür erhielt ich ein grünes Zeremoniengewand mit einer roten Schärpe. Anschließend stellte ich mich nacheinander unter die heiligen Wasserquellen, die aus der Tempelmauer entspringen. Dieses Ritual war eine ganz besondere Erfahrung. Für einen Moment fühlte ich mich der hinduistischen Kultur und Spiritualität deutlich näher und konnte die Bedeutung dieses Ortes besser nachvollziehen.

Während die Sonne langsam unterging, fuhr ich weiter durch die Reisterrassen. Die Strecke führte mich unter anderem an Ubud vorbei und anschließend durch das dichte Abendverkehrschaos zurück zu meiner Unterkunft.

Dort kümmerte ich mich noch um die Organisation meiner neuen Hinterradfelge und der neuen Rohloff-Nabe, die von Deutschland in mein nächstes Reiseland verschickt werden sollten. Nach einem leckeren Abendessen ließ ich den ereignisreichen Tag ausklingen und fiel schließlich müde ins Bett.