Tag
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Schnorchelabenteuer auf Atauro und eine überraschend teure Pizza

Heute Morgen ging es für mich sehr früh los. Mit gepackten Taschen und nur den wichtigsten Utensilien fuhr ich mit dem Motorroller zum Fähranleger. Dort kaufte ich mir ein Ticket und wartete noch kurz, bis die Rollervermietung den Roller wieder abholte. Anschließend konnte ich an Bord gehen.

Das Schiff transportierte nicht nur Passagiere, sondern auch zahlreiche Lebensmittel und andere Waren für die Insel. Nach etwa drei Stunden Überfahrt erreichten wir schließlich Atauro.

Direkt nach meiner Ankunft machte ich mich auf den Weg zu einer Unterkunft, bei der ich bereits im Voraus einen Schnorcheltrip gebucht hatte. Gemeinsam mit einigen anderen Reisenden, die ich dort zufällig kennenlernte, ging es auf einem traditionellen Boot hinaus aufs Meer. Die Boote hier erinnern mit ihren seitlichen Bambusauslegern ein wenig an einen Katamaran und sind typisch für die Region.

Schon nach wenigen Hundert Metern stoppte das Boot am Riff. Wir sprangen ins Wasser und begannen zu schnorcheln. Die Unterwasserwelt war beeindruckend und deutlich anders als das Great Barrier Reef bei Airlie Beach. Die Korallenformationen, die Farben und die Vielfalt der Fische machten diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.

Nach dem Schnorcheln blieb ich noch dort, aß zu Mittag und suchte mir anschließend eine Unterkunft für die Nacht.

Am Abend traf ich zwei neuseeländische Touristen wieder, die ich tagsüber kennengelernt hatte. Gemeinsam beschlossen wir, etwas essen zu gehen. Die Pizza wurde komplett von Hand zubereitet und von einem italienischen Koch in einem traditionellen Steinofen gebacken. Das Essen war hervorragend – allerdings verschlug es mir beim Bezahlen fast die Sprache. Die Pizza kostete umgerechnet rund 20 Euro. In einem Land, in dem ein normales Gericht meist nur etwa drei Euro kostet, war das ein gewaltiger Unterschied.

Ich war den beiden Neuseeländern einfach gefolgt, als sie mich fragten, ob ich mitkommen wolle, und hatte mir zunächst nichts dabei gedacht. Damit war mein Tagesbudget zwar deutlich überschritten, aber manchmal gehört auch so eine Erfahrung dazu. Für die Zukunft werde ich jedoch genauer auf die Preise achten.

Zum Sonnenuntergang fuhr ich schließlich mit einem Tuk-Tuk zurück zu meinem Bungalow direkt am Strand. Dort ließ ich den Tag entspannt ausklingen und organisierte noch eine Wanderung für den nächsten Morgen. Mein Ziel war der höchste Berg der Insel. Für diese Tour ist ein Guide verpflichtend, weshalb ich alles direkt vor Ort arrangierte.

Mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund ging schließlich ein weiterer erlebnisreicher Tag auf Atauro zu Ende.