Tag
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Zwischen Küstenpanorama und rücksichtslosen Autofahrern

Am heutigen Morgen verließ ich mein Zelt bei noch recht frischen Temperaturen. Die Nacht war kühl gewesen, und durch die hohe Luftfeuchtigkeit am Meer war die Luft besonders feucht. Immerhin hatte ich mein Zelt hinter einer Buschreihe aufgebaut, sodass es nicht allzu nass geworden war.

Nach einem Frühstück mit Meerblick packte ich meine Sachen zusammen und machte mich wieder auf den Weg. Anfangs trug ich noch mehrere Kleidungsschichten, doch schon nach weniger als 20 Minuten wurde es durch die kräftiger werdende Sonne so warm, dass ich die erste Schicht wieder ausziehen musste.

Anschließend ging es entlang der Küste stetig bergauf und bergab. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue, beeindruckende Ausblicke auf die Klippen und die darunterliegenden Strände. Die Landschaft war wirklich wunderschön und machte die Anstrengungen der vielen Höhenmeter mehr als wett.

Unterwegs bemerkte ich plötzlich, dass ich im letzten Ort besser noch einmal meine Wasservorräte aufgefüllt hätte. Da es bis zum nächsten Ort noch einige Kilometer waren, kam mir eine nette Frau auf einem Wohnmobilstellplatz gerade recht. Freundlicherweise füllte sie meine Wasserflaschen auf, sodass ich meine Fahrt ohne Sorgen fortsetzen konnte.

Wenig später durchquerte ich einen Tunnel, an dessen Eingang sich ein Knopf befand, mit dem Radfahrer ein Warnlicht für den Autoverkehr aktivieren können. Eine eigentlich gute Sicherheitsmaßnahme, die allerdings nicht jeden Autofahrer davon abhält, sich daneben zu benehmen. Ein Autofahrer war offenbar so genervt davon, dass ich mit meinem Fahrrad durch den Tunnel fuhr, dass er während der gesamten Durchfahrt hupte. Schneller wurde ich dadurch natürlich nicht – und sicherer machte es die Situation ebenfalls nicht. Im Gegenteil: Das Hupen verunsicherte mich unnötig und hätte im schlimmsten Fall sogar zu einer gefährlichen Situation führen können. Solch ein Verhalten ist einfach unnötig und rücksichtslos.

Glücklicherweise sind solche Begegnungen die Ausnahme. Die meisten Menschen, denen ich unterwegs begegne, sind freundlich und hilfsbereit. So ließ ich mir die Laune auch nicht verderben und fuhr bei strahlendem Sonnenschein weiter entlang der Küste. Mit der Zeit wurde es immer wärmer, sodass ich schließlich nur noch im kurzen Trikot unterwegs war.

Am Abend machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Schließlich fand ich eine Stelle unweit der Straße, die glücklicherweise nicht zu einem Privatgrundstück gehörte. Dort baute ich mein Zelt auf und kochte mir mein Abendessen.

Nach einem weiteren Tag voller Küstenlandschaften, Höhenmeter und kleiner Begegnungen kroch ich müde in meinen Schlafsack und ließ den Tag ausklingen.