Tag
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Ankommen, durchatmen und neue Kraft tanken

Am heutigen Morgen wachte ich mit den ersten Sonnenstrahlen auf. In der Nacht war ich allerdings schon mehrmals wach geworden, weil meine Luftmatratze langsam Luft verlor. Dieses Problem hatte ich nun bereits seit einigen Nächten. Bisher hatte ich das Loch jedoch noch nicht gefunden. Es musste winzig sein, denn die Luft entwich offenbar so langsam, dass es erst nach etwa zwei Stunden wirklich bemerkbar wurde. Das würde ich am nächsten Tag unbedingt in Angriff nehmen müssen.

Auch mein Körper verlangte inzwischen nach etwas Aufmerksamkeit. Mein Handgelenk fühlte sich etwas steifer an, während sich mein Knie immerhin wieder ein wenig besser anfühlte. Ganz verschwunden waren die Schmerzen allerdings noch lange nicht.

Zum Frühstück aß ich etwas von der Gemüsesuppe, die ich vor zwei Tagen von meinen Freunden aus dem Camper mitbekommen hatte, sowie meinen letzten Rest purer Erdnussbutter. Danach unterhielt ich mich noch kurz mit den beiden Holländern in ihrem Van, bevor ich mich auf die letzten rund 50 Kilometer zu meinem nächsten Warmshowers-Host machte.

Das Wetter war herrlich sonnig, und auch die Landschaft zeigte sich noch einmal von ihrer schönsten Seite. Große Berge, farbenfrohe Wälder und weite Landschaften begleiteten mich auf dem Weg. Trotzdem merkte ich immer deutlicher, dass mein Körper eine Pause brauchte. Ich war nun seit zehn Tagen nahezu durchgehend unterwegs und fühlte mich zunehmend ausgelaugt. Meine Beine waren schwer, mein Energiebedarf enorm und auch mental merkte ich, dass ein paar ruhigere Tage dringend nötig waren.

Ich brauchte vor allem drei Dinge: Ruhe, Entspannung und sehr viel Essen.

Als ich schließlich bei Christoph ankam, wurde ich von ihm und seinem Hund Pepper begrüßt. Der Golden-Retriever-Mischling und ich verstanden uns auf Anhieb hervorragend. Da Christoph nur kurz von seiner Arbeit nach Hause gekommen war, konnte ich zunächst in Ruhe ankommen, eine warme Dusche genießen und mir eine Portion Nudeln kochen.

Am Abend fuhren wir gemeinsam zum Supermarkt, wo ich meine Lebensmittelvorräte ordentlich auffüllte. Anschließend nahm Christoph mich noch mit auf eine Offroad-Strecke zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Von dort hatten wir bei den letzten Sonnenstrahlen einen fantastischen Blick über die endlosen Wälder und das gewaltige Bergmassiv. Auch das Haus von Christoph und seiner Frau liegt an einem unglaublich schönen Ort – umgeben von einem Bergpanorama, bei dem ich nur staunen konnte.

Zurück zu Hause machte ich mir später noch ein leckeres Müsli und setzte mich anschließend an die Arbeit. Ich holte die Tagebucheinträge der vergangenen Tage nach und brachte meine Aufzeichnungen bei Strava und Komoot auf den neuesten Stand. Damit hatte ich schon einiges für den nächsten Tag vorbereitet, an dem ich meinen Blog wieder ausführlicher aktualisieren wollte.

Nach den anstrengenden vergangenen Tagen war ich schließlich ziemlich müde und froh, endlich einmal wieder einen ruhigen Abend und ein richtiges Bett vor mir zu haben. So ging ich zufrieden schlafen – mit dem Gefühl, dass die nächsten Tage vor allem eines bringen sollten: Erholung und neue Energie für das nächste Abenteuer.