Tag
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Seoul zwischen Palästen, Kultur und Skyline

Am heutigen Morgen machte ich mich auf den Weg zu einer Free Walking Tour, um einen ersten umfassenden Eindruck von Seoul zu bekommen. Gemeinsam mit der Gruppe erkundete ich verschiedene historische Orte und besuchte unter anderem Tempel und Paläste. Gleichzeitig zeigte sich der Sommer von seiner heißen Seite – die Sonne brannte bereits ordentlich vom Himmel.

Nach der Tour schlenderte ich noch durch die Altstadt und bekam dabei einen Eindruck davon, wie lebendig Seoul ist. Überall entdeckte ich kleine lokale Restaurants, Geschäfte und Menschen, die ihren Alltag inmitten dieser riesigen Metropole lebten.

Zum Mittagessen ging ich gemeinsam mit zwei anderen Teilnehmern der Tour in ein empfohlenes Restaurant mit Michelin-Auszeichnung. Dort probierten wir Dumplings, die wirklich hervorragend schmeckten. Es war eine schöne Möglichkeit, nicht nur die Stadt, sondern auch einen kleinen Teil der koreanischen Esskultur kennenzulernen.

Anschließend zog ich mit einer Französin, die ich bei der Walking Tour kennengelernt hatte, weiter durch Seoul. Unser nächstes Ziel war ein großer Tempel mitten in der Stadt. Zwischen den historischen Gebäuden und den modernen Hochhäusern wurde einmal mehr deutlich, wie eng in Seoul Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind.

Danach besuchten wir das National Folk Museum of Korea. Dort erfuhren wir viel über das traditionelle Leben der Menschen in Korea, über die unterschiedlichen Lebensbedingungen in den verschiedenen Regionen und Jahreszeiten sowie über die bewegte Geschichte der koreanischen Halbinsel. Besonders interessant waren die Informationen über die Teilung Koreas, die Entstehung Nord- und Südkoreas und den Koreakrieg. Dadurch konnte ich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Geschichte und die heutige Situation des Landes bekommen.

Zum Abschluss des Tages ging es für uns zum N Seoul Tower. Schon der Weg zum Aufzug war etwas komplizierter zu finden, aber schließlich schafften wir es nach oben. Schnell merkte ich, wie touristisch dieser Ort aufgebaut ist. Trotzdem war die Aussicht beeindruckend: Von mehr als 500 Metern Höhe konnte ich über die riesige Skyline von Seoul und die scheinbar endlose Stadt blicken.

Solche Momente gehören für mich zu den besonderen Augenblicken auf meiner Reise. Wenn man von einem hohen Punkt auf eine riesige Stadt hinunterblickt und die Menschen, Straßen und Gebäude plötzlich winzig erscheinen, bekommt man automatisch einen anderen Blick auf das eigene Leben. Ich setzte mich für einen Moment hin, schaute in die Ferne und dachte darüber nach, was ich auf dieser Reise bereits alles erleben durfte und wie außergewöhnlich es eigentlich ist, jeden Tag neue Länder, Kulturen und Menschen kennenlernen zu können.

Als es schließlich dunkel wurde, veränderte sich die Atmosphäre noch einmal komplett. Die unzähligen Lichter der Stadt machten die Skyline noch beeindruckender und Seoul wirkte von oben fast wie ein riesiges Lichtermeer.

Anschließend fuhren wir wieder mit dem Aufzug nach unten. Ich verabschiedete mich von der Französin, und unsere Wege trennten sich wieder. Für mich ging es noch über eine Stunde mit der Metro zurück zu meinem Hostel am anderen Ende der Stadt.

Dort angekommen, machte ich es mir noch gemütlich, aß ein paar Scheiben Brot mit Erdnussbutter und ließ einen langen, aber sehr eindrucksvollen Tag in Seoul langsam ausklingen.