Zwischen Tempelkultur und Traumstränden – Mein erster Tag auf Bali
Am heutigen Morgen startete ich zu meinem ersten Fahrradtag auf Bali. Sobald ich die Stadt am Fähranleger hinter mir gelassen hatte, schwamm ich wieder mit dem Strom aus unzähligen Motorrollern und Autos mit. Schnell merkte ich, dass die Straßen immer breiter wurden – ein deutliches Zeichen dafür, dass ich mich Denpasar näherte.
Nach etwa 45 Kilometern erreichte ich schließlich den Stadtteil Sanur, wo mich mein Warmshowers-Host herzlich empfing. Zunächst gönnte ich mir eine Dusche, räumte meine Fahrradtaschen in mein Zimmer und überlegte, wie ich den restlichen Tag nutzen könnte.
Ich lieh mir einen Motorroller von meiner Gastgeberin aus und machte mich auf den Weg zum Garuda Wisnu Kencana Cultural Park. Dort tauchte ich in die hinduistische Kultur Balis ein und konnte eine beeindruckende traditionelle Zeremonie miterleben. Besonders faszinierend waren die riesigen Statuen, von denen einige so hoch wie ein mehrstöckiges Hochhaus waren.
Nach diesen kulturellen Eindrücken stürzte ich mich mit dem Roller wieder in das quirlige Verkehrschaos der Insel. Mein nächstes Ziel war der Timbis Beach. Dort sprang ich erst einmal ins angenehm warme, glasklare Meer. Die Abkühlung tat bei der tropischen Hitze richtig gut, und ich verbrachte eine Weile entspannt am Strand.
Anschließend fuhr ich weiter zum berühmten Suluban Beach. Dieser Strand liegt versteckt am Fuße imposanter Kalksteinklippen, auf denen sich Restaurants, kleine Geschäfte und Unterkünfte aneinanderreihen. Über zahlreiche verschlungene Treppen gelangte ich schließlich hinunter zum Strand – und wurde mit einer atemberaubenden Kulisse belohnt. Die gewaltigen Felsformationen, das türkisblaue Wasser und die besondere Atmosphäre machten diesen Ort zu einem echten Highlight.
Ich setzte mich in den Sand, beobachtete die Wellen und schaute mehreren Gruppen zu, die am Strand Fußball jonglierten. Als schließlich der Sonnenuntergang begann, wurde die ohnehin schon beeindruckende Kulisse noch einmal in ein warmes, goldenes Licht getaucht. Da Bali nahe am Äquator liegt, verschwindet die Sonne jedoch erstaunlich schnell hinter dem Horizont.
Nach Sonnenuntergang begann die Suche nach meinem Motorroller. Zunächst verlief sie erfolglos, weil ich den richtigen Aufgang nicht mehr fand. Schließlich entdeckte ich einen anderen Weg nach oben und musste nur einen kleinen Umweg laufen, bis ich wieder bei meinem Roller angekommen war.
Von dort aus ging es durch den dichten Abendverkehr zurück nach Sanur. Für die rund anderthalbstündige Fahrt brauchte ich wegen der vielen Fahrzeuge deutlich länger als gedacht. Wieder in meiner Unterkunft angekommen, ließ ich den Tag ganz entspannt bei einer Pizza ausklingen und freute mich auf die nächsten Abenteuer auf Bali.













