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Sonnenaufgang im Komodo-Archipel und Rückkehr nach Labuan Bajo

Der Wecker klingelte heute bereits um 5:00 Uhr. Ich ging aus der Kajüte nach draußen und legte mich auf die Sandsäcke auf dem Vorderdeck des Bootes. Über mir funkelten noch die Sterne, doch schon nach etwa einer halben Stunde färbte sich der Horizont langsam in den ersten Farben der Morgendämmerung. Gemeinsam mit den anderen beobachtete ich den Sonnenaufgang – ein unglaublich magischer Moment. Links und rechts zogen kleine Inseln mit markanten Bergen an uns vorbei und tauchten nach und nach in das warme Morgenlicht.

Unser erstes Ziel war eine der bekanntesten Aussichtspunkte des Komodo-Nationalpark. Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir die Plattform, von der aus man ein einzigartiges Panorama genießen konnte. Besonders faszinierend waren die drei verschiedenen Strände: Einer schimmerte leicht rosa durch die feinen Korallenbruchstücke, ein weiterer war tiefschwarz vulkanischen Ursprungs und der dritte strahlend weiß. Zusammen mit den spektakulär geformten Hügeln ergab sich eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Obwohl dieser Ort normalerweise völlig überlaufen ist, waren wir zum Glück so früh dort, dass wir die Aussicht noch in relativer Ruhe genießen konnten.

Anschließend brachte uns das Beiboot zurück zum Hauptschiff, bevor wir zum rosafarbenen Strand weiterfuhren. Dort ging ich noch einmal schnorcheln. Zwischen den wenigen noch lebenden Korallen entdeckte ich zahlreiche bunte Fische und genoss die Unterwasserwelt. Als kleine Erinnerung nahm ich mir dort auch ein Souvenir mit.

Danach fuhren wir etwa zwei Stunden hinaus aufs offene Meer. Unser nächstes Ziel war ein Platz, an dem häufig Mantarochen zu sehen sind. Doch an diesem Tag machte uns die starke Strömung einen Strich durch die Rechnung. Zwar gingen wir zunächst gemeinsam mit den Guides ins Wasser, doch schnell wurde klar, dass die Bedingungen zu gefährlich waren. Die Strömungen waren extrem stark und rissen die Gruppe auseinander. Aus Sicherheitsgründen entschieden die Guides deshalb, den Schnorchelgang abzubrechen und alle wieder an Bord zu holen.

Auch die Rückfahrt nach Labuan Bajo verlief recht schaukelig, da das Meer inzwischen deutlich unruhiger geworden war. Zum Glück gab es an Bord noch einmal ein leckeres Mittagessen, bevor wir am Nachmittag wieder den Hafen erreichten.

Zurück in meiner Unterkunft ging ich zunächst in den Supermarkt und holte anschließend meine gewaschene Kleidung ab. Danach telefonierte ich noch mit Max von Radelmal, um das weitere Vorgehen bezüglich des Austauschs meines Hinterrades zu besprechen.

Am Abend fiel ich schließlich müde ins Bett. Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage freute ich mich darauf, endlich wieder eine Nacht mit ausreichend Schlaf zu bekommen.