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Erste Etappe auf Flores – Zwischen Vulkanen und tropischer Hitze

Heute Morgen ging es von meiner kleinen, aber feinen Unterkunft in Larantuka endlich mit dem Fahrrad auf die erste Etappe auf der Insel Flores. Es sollte zwar noch nicht die härteste Etappe werden, aber einige Höhenmeter würden trotzdem zusammenkommen.

Zunächst fuhr ich entlang der Küste und hatte dabei einen beeindruckenden Blick auf den großen Vulkan hinter Larantuka. Kurz darauf begann auch schon der erste Anstieg. Den ganzen Tag über wurde ich immer wieder von den Einheimischen mit „Mister“ und „Bule“ begrüßt und hatte dadurch ständig Gesellschaft auf der Straße.

Fast eine Stunde lang begleiteten mich sogar drei Jugendliche auf einem Motorroller, weil sie so fasziniert davon waren, was ich hier mit dem Fahrrad mache. Irgendwann war ich allerdings auch ein wenig erleichtert, als ich wieder alleine unterwegs war. Ohne das permanente Knattern des Rollers konnte ich die Ruhe auf dem Fahrrad wieder genießen und stattdessen den Vögeln und den Geräuschen der Natur lauschen.

Sobald ich auf Meereshöhe unterwegs war, war es in der Sonne unglaublich heiß. Mit jedem Höhenmeter wurde es dagegen spürbar angenehmer. So arbeitete ich mich Stück für Stück zwei größere Berge hinauf und fuhr anschließend wieder bis auf Meereshöhe hinunter. Dabei handelt es sich hier allerdings nicht um gewöhnliche Berge, sondern um Vulkane. Die Aussicht während der Auffahrten auf die umliegenden Vulkane war wirklich beeindruckend und wirkte fast surreal.

Ganz Indonesien liegt auf einer langen Vulkankette. Das ist auch der Grund, warum die Landschaft so bergig und hügelig ist – und genau das merke ich jeden Tag an den vielen Höhenmetern, die sich auf meinem Tacho sammeln.

Meine Mittagspause machte ich nach knapp 90 Kilometern in einer kleinen Garküche am Straßenrand. Normalerweise esse ich schon etwas früher, doch heute war ich einfach richtig im Flow und verschob die Pause deshalb etwas nach hinten.

Nach dem Essen ging es noch über einige kleinere Hügel, bevor ich endlich wieder entlang der Küste fuhr. Je näher ich Maumere kam, desto dichter wurde der Verkehr. Im Vergleich zu den ruhigen Bergen empfand ich den Trubel der Stadt als ziemlich stressig. Dazu kamen der viele Smog und der Lärm.

Glücklicherweise fand ich eine sehr günstige Unterkunft mit Klimaanlage für gerade einmal acht Euro pro Nacht. Nachdem ich eingecheckt hatte, wusch ich mich auf traditionelle indonesische Art mit einem großen Eimer Wasser und einer Kelle. Anschließend ging ich in ein Restaurant und bestellte wieder mein typisches Reisgericht – diesmal sogar ganz luxuriös mit einer Portion Pommes dazu. Das schmeckte nach dem langen Tag besonders gut.

Am Abend setzte ich mich noch an den Blog auf meiner Website, da ich diesen am gestrigen Pausentag nicht mehr geschafft hatte. So konnte ich die Arbeit nachholen und war wieder auf dem aktuellen Stand. Danach schrieb ich noch mein Tagebuch, schnitt mein tägliches Kurzvideo und fiel schließlich – heute etwas später als sonst – müde ins Bett.