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Letzter Tag in Australien und teure Reparaturen

Am Morgen kroch ich aus meinem Zelt an einem wunderschönen Schlafplatz zwischen Palmen und Zuckerrohrfeldern. Der Sonnenaufgang war traumhaft, allerdings war mein Zelt durch die hohe Luftfeuchtigkeit der Nacht komplett nass. Zum Frühstück gab es wieder Brot mit Erdnussbutter, bevor ich alles zusammenpackte und mich auf meinen letzten Radtag in Australien vorbereitete.

Die Strecke wurde zunächst etwas hügeliger, was nach den langen flachen Abschnitten eine willkommene Abwechslung war. Die Zuckerrohrfelder und Bananenplantagen begleiteten mich weiterhin links und rechts der Straße. Leider verschwanden immer häufiger die Seitenstreifen, wodurch erneut einige unangenehme Situationen mit großen LKWs entstanden. Gleichzeitig wurde es schnell wieder heiß, und die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel.

Nach 72 Kilometern machte ich in Gordonvale eine Pause, da es dort endlich wieder einen größeren Supermarkt gab. Anschließend ging es überwiegend auf Fahrradwegen weiter nach Cairns, wodurch ich zumindest etwas Abstand zum dichten Verkehr und den Lastwagen hatte.

Bei meinem Warmshowers-Host angekommen, trocknete ich erst einmal mein Zelt und die restlichen feuchten Sachen der vergangenen Nacht. Zum Mittagessen bekam ich sogar noch eine leckere Portion Pasta – genau das Richtige nach der Hitze des Tages.

Danach fuhr ich direkt weiter zum Fahrradladen My Ride Cairns, um endlich eine endgültige Lösung für mein Felgenproblem zu finden. Trotz meiner bisherigen Notreparaturen hatte sich die beschädigte Felge erneut in den Mantel hineingefressen. Die Mechaniker erklärten mir, dass weiteres Abschleifen die Felge nur instabiler und gleichzeitig schärfer machen würde. Damit war klar: Eine neue Felge musste her.

Da der Laden stark auf Downhill-Mountainbikes spezialisiert ist, hatten sie eine extrem robuste Downhill-Felge in passender Größe auf Lager. Laut Hersteller soll die Wahrscheinlichkeit, diese Felge jemals kaputtzubekommen, verschwindend gering sein. Sollte doch etwas passieren, gäbe es sogar direkt Ersatz. Qualität hat allerdings ihren Preis: Für Felge und Montage würden rund 170 Euro anfallen.

Das klingt zunächst vielleicht nicht dramatisch, aber zusammen mit den bereits zerstörten Mänteln, Schläuchen und den vorherigen Reparaturen summierten sich die Kosten meiner Felgenprobleme mittlerweile auf rund 400 Euro. Das ist schon ein ordentlicher Betrag, der direkt vom Reisebudget abgeht.

Nachdem ich mein Fahrrad dort gelassen hatte, kaufte ich noch Lebensmittel ein und ging anschließend zurück zu meinen Gastgebern. Dort ließ ich den Abend entspannt mit den anderen Bewohnern ausklingen.

Es fühlt sich schon verrückt an: Mittlerweile bin ich über 9.000 Kilometer unterwegs und allein in Australien bereits mehr als 6.000 Kilometer gefahren. Wohin die Reise als Nächstes geht, verrate ich bald.