Schlauchexplosion im Nebelwald
Am heutigen Morgen verabschiedete ich mich herzlich von dem älteren Pärchen, bei dem ich im Unterstand mein Zelt aufbauen durfte, und machte mich wieder auf den Weg. Beim Packen regnete es noch recht stark, doch kaum war ich unterwegs, hörte der Regen auf.
Der Toolara Forest Nationalpark lag im Nebel und wirkte dadurch besonders mystisch. Ich fuhr durch diese stille, graue Landschaft über viele Hügel in Richtung Zivilisation. Auf dem Weg nach Maryborough wurde es dann wieder deutlich gefährlicher: enge Straßen und große LKWs sowie Holztransporter, die dicht an mir vorbeizogen.
Nach vielen Kilometern mit leichtem Gegenwind erreichte ich Maryborough. Kurz bevor ich zum Coles-Supermarkt abbiegen wollte, passierte es: Mein Hinterradschlauch explodierte plötzlich mit einem lauten Knall. Schon das zweite Mal auf dieser Reise – diesmal mitten in der Stadt.
Da ich noch langsam unterwegs war, fuhr ich kurz auf der Felge weiter, was vermutlich auch der Felge nicht ganz gutgetan hat. Passanten schauten erschrocken zu, als es knallte. Ich kannte den Ablauf inzwischen: einen Platz suchen, Fahrrad stabil abstellen, Hinterrad ausbauen.
Routiniert wechselte ich Schlauch und Mantel, der durch die Explosion ebenfalls beschädigt war. Nach etwa 35 Minuten war alles wieder montiert, Kette gespannt und das Fahrrad fahrbereit. Danach holte ich meine geplante Mittagspause nach, bevor es wieder zu regnen begann.
Ich erledigte noch meinen Einkauf und fuhr anschließend weiter Richtung Childers – allerdings über den Highway. Der Verkehr war dicht, viele LKWs unterwegs, und die Seitenstreifen oft zu schmal, was die Fahrt unangenehm und nicht ungefährlich machte. Der Regen nahm ebenfalls wieder zu, sodass ich meine komplette Regenmontur anziehen musste.
Schließlich erreichte ich Apple Tree Creek. Dort fand ich glücklicherweise einen überdachten Platz, unter dem ich mein Zelt trocken aufbauen konnte. So konnte ich in Ruhe kochen, essen und meine Abendroutine machen.
Ein weiterer sehr fordernder, aber gut gemeisterter Tag ging damit zu Ende.










