Tag
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Morgens bei den Schnabeltieren

Heute Morgen ging es für mich früh aus dem Zelt. Ich wollte die Schnabeltiere unbedingt noch einmal aus der Nähe sehen, nachdem sie am Vortag nur weit entfernt zu erkennen waren. Anfangs hatte ich kein Glück, doch als ich ein Stück entlang des Broken River lief, entdeckte ich schließlich eines der faszinierenden Tiere im Wasser.

Es war beeindruckend, dieses außergewöhnliche Wesen zu beobachten – fast wie ein Wunder der Evolution. Das Schnabeltier wirkt wie eine Mischung aus verschiedenen Tieren: Es besitzt einen schnabelähnlichen Mund wie ein Vogel, lebt aber ähnlich wie ein Biber in unterirdischen Bauten. Noch erstaunlicher ist, dass es Eier legt und trotzdem ein Säugetier ist. Diese einzigartige Kombination macht das Tier zu etwas ganz Besonderem. Zudem gibt es Schnabeltiere nur in Australien und auf Tasmanien.

Während ich dort am Fluss stand, traf ich noch ein nettes Pärchen, mit dem ich mich längere Zeit unterhielt. Danach ging ich zurück zu meinem Zelt und machte mir Frühstück.

Anschließend packte ich wieder alles zusammen und setzte meine Fahrt fort. Die Aussicht auf das Tal war traumhaft. Ich befand mich auf etwa 775 Metern Höhe und hatte eine lange Abfahrt bis auf ungefähr 200 Meter vor mir. Die Wolken hingen tief zwischen den Bergen und verliehen der Landschaft eine fast mystische Stimmung.

Nach der Abfahrt führte die Strecke weiter durch das Tal und später zurück Richtung Highway. Auf dem Weg dorthin fuhr ich noch einmal zwischen eindrucksvollen Bergmassiven hindurch. Dort regneten sich einige Wolken ab, weshalb ich erneut meine Regenjacke anziehen musste.

Wieder am Highway angekommen, hielt ich an einer Tankstelle an, füllte mein Wasser auf und machte eine kurze Pause. Danach fuhr ich noch einige Kilometer weiter, bis ich schließlich neben einer kleinen Gravel-Strecke abseits der Hauptstraße einen halbwegs geschützten Platz für mein Zelt fand.

Da es stark bewölkt war, blieb die Luft ungewöhnlich warm. Gleichzeitig schwirrten unzählige Moskitos um mich herum, was den Abend etwas unangenehm machte. Mit etwa 20 Grad war es die wärmste Nacht seit langer Zeit – für mich fast schon zu warm. Temperaturen um die 12 Grad liegen mir beim Schlafen deutlich mehr.

Irgendwann schlief ich trotz der Wärme und der vielen Moskitos schließlich doch ein.