Tag
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Dauerregen an der Sunshine Coast

Heute Morgen ging es für mich bei prasselndem Regen los, der auf den Unterstand trommelte, unter dem ich zum Glück trocken geschlafen hatte. Ich frühstückte entspannt und baute anschließend mein Zelt im anhaltenden Regen ab.

Als ich losfuhr, war es kurzzeitig trocken. Ich unterhielt mich noch etwas mit der älteren Frau, die mir am Vortag erlaubt hatte, auf ihrem Gelände unter einem Unterstand zu schlafen. Am Anfang war sie verständlicherweise skeptisch gewesen – ein fremder Radreisender mit voller Ausrüstung wirkt in Australien nicht alltäglich. Aber am Ende hatte sie mir vertraut, und ich war sehr dankbar dafür.

Dann ging es hinein in den Regen und weiter entlang der Sunshine Coast Richtung Norden. Der Name passte heute überhaupt nicht: Statt Sonne gab es ein ständiges Wechselspiel aus 30 Minuten Starkregen, 5 Minuten Pause und wieder Regen.

Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass die leichte Regenjacke nicht reicht. Ich zog meine komplette Regenmontur an – zum Glück unter einem kleinen Unterstand am Meer. Gegenwind und Regen bremsten mich so stark, dass ich bis 11:00 Uhr gerade einmal etwas über 30 km geschafft hatte, wo ich normalerweise schon 60 km gefahren wäre.

Nach einer Mittagspause beim Woolworths, wo ich mich wenigstens kurz vor dem Regen schützen konnte, ging es wieder weiter über Landstraßen, ohne richtige Fahrradwege, hinein in den Great Sandy Nationalpark. Dort war es ruhiger, grüner und voller Tiere – nur der Regen nahm mir etwas die Freude daran.

Am Abend erreichte ich schließlich Wallu. Einen richtigen Schlafplatz zu finden war schwierig, also fuhr ich auf ein Grundstück mit offener Einfahrt. Dort traf ich ein älteres Pärchen und fragte, ob ich irgendwo mein Zelt überdacht aufstellen dürfte. Überraschenderweise sagten sie sofort ja.

Ich durfte mein Zelt aufbauen und sogar warm duschen – nach diesem Tag ein echtes Geschenk. Das Paar hatte deutsche und norwegische Wurzeln, und wir unterhielten uns noch eine Weile. Sie hatten sogar einen Kamin in der Küche, an dem ich meine Nudeln kochen konnte.

Nach meiner Abendroutine ging es schließlich erschöpft, aber dankbar, ins Bett.