Tag
1

Der Weg durch New-Castle und Lagerfeuer am Diamond Beach

Am heutigen Morgen wachte ich wieder durch die Vögel auf, die schon die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erspäht hatten. Die Klangkulisse ist immer wieder ein Spektakel hier in Australien. Ich aß also wieder Erdnussbutter mit Brot und Obst. Danach packte ich alles zusammen und machte mich auf den Weg durch den sehr hügeligen Nationalpark. Es ging wirklich die ganze Zeit hoch und runter. Die Straße war jedoch viel schöner, als einfach nur den großen Highway zu nehmen, auf dem ich kaum etwas erleben würde.

Im Myall-Lakes-Nationalpark gab es viel Dschungel, zahlreiche Vogelstimmen und eben unzählige Hügel. Irgendwann wurde es, als ich wieder am Meer ankam, ein wenig flacher. Die nächste größere Stadt war dann auch schon Forster. Dort ging ich bei Woolworths einkaufen, da auf den nächsten Kilometern kaum noch etwas kommen sollte. Ich machte dort auch meine Mittagspause zwischen Möwen und Pelikanen, legte mich auf eine Bank und genoss die Sonne.

Von Forster ging es anschließend über eine lange Gravelstrecke weiter durch die bezaubernde Natur. Dort traf ich plötzlich einen ähnlich jungen Abenteurer, der jedoch zu Fuß mit einem Kinderanhänger von Brisbane bis nach Sydney unterwegs war. Wir unterhielten uns sehr nett und tauschten unsere Kontaktdaten aus.

Weiter ging es für mich über sehr schlechte Gravelwege mit vielen Schlaglöchern und Waschbrettpisten schließlich bis zum Diamond Beach. Dort musste ich für die Nacht einen Zeltplatz für 14 € buchen. Mit den letzten Sonnenstrahlen sprang ich noch einmal ins Meer und genoss anschließend beim Kochen den Sonnenuntergang hinter dem endlos langen Diamond Beach. Diese besonderen Strände hier sind einfach magisch.

Danach wollte ich meine Nachbarn vom Zeltplatz eigentlich nur nach etwas Wasser fragen. Als ich erwähnte, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, kamen wir direkt ins Gespräch und sie waren sofort interessiert. Schlussendlich saßen wir gemeinsam an ihrem Lagerfeuer und unterhielten uns einige Stunden lang. Es war wirklich schön, sich mit den jungen Australiern, die ungefähr um die 30 waren, auszutauschen und dadurch die Kultur noch besser kennenzulernen.

Am Abend schnitt ich noch ein bisschen an meinen Videos, bevor ich schließlich müde ins Bett ging.