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Pausetag zwischen Erkältung und Bildschirmarbeit in Canberra

Am Morgen wachte ich ausgeschlafen auf und startete den Tag ruhig. Zuerst ging ich zum Supermarkt, um meine Vorräte aufzufüllen. Zurück bei meinem Warmshowers-Host bereitete ich mir ein großes, nahrhaftes Müsli mit Haferflocken, Apfel, Banane und Nüssen zu – genau das Richtige, um wieder etwas Energie zu sammeln.

Meine Erkältung, die mich bereits seit einigen Tagen begleitet, war allerdings noch nicht wirklich besser geworden. Gerade deshalb war es mir wichtig, meinem Körper etwas Ruhe zu geben und ihn nicht weiter zu überlasten. Auf so einer langen Reise muss man auf solche Signale hören – alles andere wäre langfristig riskant.

Der Fokus des Tages lag daher auf meiner Website und der Aufarbeitung der letzten Etappen. Die Tagebucheinträge schreibe ich zwar meist schon abends auf dem Handy vor, doch für die Veröffentlichung braucht es deutlich mehr: Texte überarbeiten, die gefahrenen Routen einpflegen, Videos einbetten, Bilder sortieren und hochladen sowie alles sauber strukturieren.

Allein für die zwölf Blogeinträge saß ich rund fünf Stunden am Laptop. Anschließend nahm ich mir noch meine Kurzvideos vor, überarbeitete sie, finalisierte sie und lud sie auf den verschiedenen Plattformen hoch – noch einmal etwa zweieinhalb Stunden Arbeit.

Am Ende des Tages merkte ich deutlich, wie anstrengend diese Bildschirmzeit war. Gerade mit Erkältung und in einem eher stickigen Raum machte sich das durch Kopfschmerzen bemerkbar. Ich brauchte dringend frische Luft und Bewegung.

Eigentlich hatte ich für den Abend eine Free Walking Tour gebucht, doch diese wurde mangels Teilnehmer abgesagt – ich war der Einzige. Also machte ich mich alleine auf den Weg und erkundete die Stadt zu Fuß.

Ich lief entlang des Flusses und durch das Regierungsviertel. Besonders auffällig ist die Architektur von Canberra: vieles wirkt sehr symmetrisch, klar strukturiert und geplant. Als Hauptstadt Australiens ist die Stadt stark politisch geprägt – abseits davon gibt es vergleichsweise wenig klassische Sehenswürdigkeiten.

Nach etwa sechs Kilometern kehrte ich zurück, kochte mir noch etwas zu Abend und ließ den Tag ruhig mit einem Film ausklingen. Ein unspektakulärer, aber notwendiger Tag – zwischen Regeneration, Organisation und ein wenig Stadterkundung.