Von Hobart nach Triabunna – Gegenwind, Einsamkeit und ein Osterfeuer
Heute Morgen schlief ich aus, packte anschließend meine Sachen, frühstückte und machte mich auf den Weg aus Hobart heraus. Die Tasman Bridge, die ich unbedingt überqueren musste, um weiter Richtung Nordosten zu kommen, stellte jedoch eine kleine Herausforderung dar. Für Fahrradfahrer war sie recht schmal, und mit meinen breiten Packtaschen passte ich gerade so durch.
Danach ging es weiter hinaus aus der Stadt. Nach etwa 30 Kilometern legte ich an einem Supermarkt eine kurze Pause ein, holte mir etwas zu essen und sammelte neue Energie. Von dort aus nahm ich eine kleine Nebenstraße, die kaum befahren war und mich durch wunderschöne Natur führte.
Im Osten Tasmaniens ist deutlich mehr Verkehr als im Westen, was das Fahren auf den Hauptstraßen oft stressig und teilweise gefährlich macht – vor allem, weil es meist keinen Seitenstreifen gibt. Die kleinere Route war zwar deutlich hügeliger und abgelegener, dafür aber umso schöner. Die meiste Zeit war ich komplett alleine unterwegs und konnte die Landschaft in vollen Zügen genießen.
Auf den letzten 20 Kilometern ging es dann wieder auf eine größere Straße. Mit starkem Gegenwind kämpfte ich mich bis nach Triabunna durch. Dort wurde ich herzlich von Eric empfangen, meinem Warmshowers-Gastgeber für die Nacht. Ich durfte sogar in einem Gästebett schlafen – ein echter Luxus.
Nachdem ich mich gewaschen und eingerichtet hatte, gesellte ich mich zu ihm, seiner Tochter und weiteren Verwandten. Gemeinsam saßen wir am Osterfeuer und verbrachten einen sehr entspannten Abend. Es gab viel zu essen: Salate, frisch gegrillte Würstchen und Steaks, und ich kochte mir zusätzlich noch meine Nudeln. Die Atmosphäre war unglaublich angenehm, und ich hatte viele nette Gespräche mit den anderen.
Später zog ich mich langsam zurück, verabschiedete mich von der Runde und fiel müde, aber zufrieden ins Bett.









