Tag
1

Ankunft in Hobart – letzte Etappe und ein herzliches Willkommen

Heute stand die letzte Etappe meiner Reise nach Hobart an. Gleich zu Beginn warteten noch einmal einige steile Anstiege auf mich, bei denen ich erneut mehrere hundert Höhenmeter sammelte. Das Wetter war bewölkt, immer wieder nieselte es leicht, und insgesamt blieb es kühl – also entschied ich mich für mein langes Trikot.

Die Strecke führte mich weiterhin durch die typisch hügelige, sattgrüne Landschaft Tasmaniens. Mit jedem Kilometer nahm jedoch der Verkehr zu, und es kamen mir immer mehr Menschen entgegen – ein klares Zeichen, dass ich mich der Stadt näherte.

Etwa auf halber Strecke kam mir der Gedanke, dass ich in Hobart vielleicht gar kein Hostel brauche. Stattdessen versuchte ich spontan mein Glück über Warmshowers und schrieb jemanden an – in der Hoffnung, kurzfristig für zwei Nächte unterkommen zu können.

Kurz darauf traf ich einen Radfahrer mit einer Panne. Sein Reifen war platt, und ich konnte ihm mit meiner kleinen elektrischen Pumpe helfen – eine meiner besten Neuanschaffungen auf dieser Reise. Innerhalb weniger Sekunden war der Reifen wieder auf etwa 7 bar aufgepumpt. Wir unterhielten uns noch kurz, bis seine Gruppe zu uns aufschloss, und dann setzte ich meinen Weg fort.

Durch den Karfreitag waren viele Rennradfahrer unterwegs, die mir immer wieder ungläubige Blicke zuwarfen – offenbar beeindruckt davon, dass ich mit voll beladenem Fahrrad die vielen Hügel bewältigte.

Je näher ich Hobart kam, desto urbaner wurde die Umgebung. Schließlich erreichte ich einen gut ausgebauten Fahrradweg, der mich direkt bis in die Stadt führte. Am Hafen angekommen, erhielt ich dann die erhoffte Nachricht über Warmshowers: Ich hatte tatsächlich eine Unterkunft für die nächsten zwei Nächte gefunden.

Also machte ich mich direkt auf den Weg dorthin. Ich wurde herzlich empfangen, richtete mich ein, ging noch kurz einkaufen und genoss anschließend eine wohlverdiente Dusche.

Damit war meine Tasmanien-Etappe erfolgreich abgeschlossen – ein intensiver, beeindruckender und unvergesslicher Abschnitt meiner Reise.