Abschied von Neuseeland und Ankunft in Australien
Heute Morgen begann mein letzter Tag in Neuseeland. Ich packte mein Aufgabegepäck mit meinen Radtaschen final zusammen, verstaute meine Technik im Handgepäck und frühstückte noch eine Kleinigkeit. Nachdem ich auch meine Postkarten fertig geschrieben hatte, ging es gemeinsam mit Conrad zum Flughafen.
Auf dem Weg dorthin kam es jedoch zu einer unangenehmen Situation: Zwei Fahrspuren verengten sich, und obwohl wir uns auf der durchgehenden Spur befanden, wollte ein anderes Auto nicht nachgeben und drängte sich sehr aggressiv hinein. Es wurde laut gehupt, und die Situation eskalierte kurzzeitig, als beide Fahrer ausstiegen und es sogar zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung kam. Das war ein unschöner Moment, da ich Konflikte lieber friedlich gelöst sehe. Zum Glück blieb es bei diesem kurzen Zwischenfall.
Am Flughafen verabschiedete ich mich schließlich von Conrad und bedankte mich herzlich für die gemeinsame Zeit, seine Unterstützung und die Gastfreundschaft – ein wirklich schöner Abschluss meiner Zeit in Neuseeland.
Der Check-in verlief überraschend unkompliziert: Ich scannte selbst meinen Reisepass, druckte die Gepäckanhänger aus und gab alles ab. Auch die Sicherheitskontrolle war entspannt – bis auf mein Glas Erdnussbutter, das ich leider zurücklassen musste. Immerhin hatte ich aus früheren Flügen gelernt und mein Werkzeug sowie das Kochsystem ins Aufgabegepäck gepackt.
Mit etwa 30 Minuten Verspätung startete schließlich mein Flug mit Qantas. Ein letzter Blick aus dem Fenster auf Auckland – und damit hieß es endgültig Abschied nehmen. Der rund vierstündige Flug war zwar relativ kurz, aber durch das zusätzliche Gepäck dennoch kostspielig.
In Australien angekommen, verlief die Einreise erstaunlich reibungslos. Obwohl die Kontrollen dort normalerweise sehr streng sind – insbesondere wegen der Einfuhr von Lebensmitteln und möglicher biologischer Risiken – wurde mein Gepäck kaum überprüft. Ich hatte mein Fahrrad im Vorfeld gründlich gereinigt und desinfiziert, was sich offenbar ausgezahlt hat.
Am Flughafen suchte ich anschließend meinen Bus nach Geelong. Da ich das Ticket erst vor Ort buchen wollte, war ich zeitlich etwas unsicher. Leider fand ich den Abfahrtsort zunächst nicht und verpasste den Bus nur knapp. Also musste ich eine Stunde auf den nächsten warten.
In Geelong wurde ich schließlich von meinem Freund Craig abgeholt, den ich vor einiger Zeit während meiner Reise in Tadschikistan kennengelernt hatte. Es war ein schönes Wiedersehen. Gemeinsam verstauten wir mein Gepäck im Camper und fuhren weiter nach Anglesea zu seinem neuen Zuhause.
Dort wurde ich auch herzlich von seiner Frau empfangen – die überraschenderweise ebenfalls aus Deutschland stammt. Am Abend gab es Pasta, genau das Richtige nach diesem langen Reisetag.
Erschöpft, aber glücklich, in Australien angekommen zu sein, fiel ich schließlich ins Bett – bereit für das nächste Kapitel meiner Reise.



