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Endlich in Tokio – die letzten Kilometer bis ins Herz Japans

Am heutigen Morgen ging es für mich an meinem Shelter neben einem Flugplatz wieder früh los. Da ich nichts mehr zu essen dabei hatte, musste das Frühstück heute leider ausfallen. So fuhr ich direkt los und machte mich auf die letzten 65 Kilometer bis nach Tokio.

Die Strecke führte mich fast durchgehend entlang von Flüssen auf gut ausgebauten Fahrradwegen. Unterwegs begegneten mir immer wieder Rennradfahrer, die aus Tokio hinaus in die Natur fuhren. Durch den Regen der vergangenen Nacht, die hohe Luftfeuchtigkeit und die warmen Temperaturen war die Vegetation entlang der Wege sehr üppig. An vielen Stellen wuchsen große Mengen Schilf am Wegesrand. Der Himmel war heute stark bewölkt, was für mich allerdings sehr angenehm war, da die Temperaturen dadurch deutlich erträglicher blieben. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit war ich trotzdem schnell wieder ziemlich verschwitzt und feucht.

Die letzten zehn Kilometer führten mich schließlich durch die Straßen von Tokio. Als ich am Kaiserpalast ankam, wollte ich mir diesen eigentlich anschauen. Allerdings wurde ich von viel Polizei aufgehalten, da an diesem Tag ein Kriegsgedenktag stattfand und der Bereich erst ab 13:00 Uhr wieder zugänglich war. Außerdem durfte ich mein Fahrrad nirgendwo abstellen. Dabei merkte ich direkt, wie strikt Japan beim Thema Fahrradparken ist.

Auch beim Nationalmuseum hätte ich mein Fahrrad nur abstellen dürfen, wenn ich tatsächlich ins Museum gegangen wäre. Sobald ich das Museum verlassen hätte, hätte ich das Fahrrad wieder mitnehmen müssen. Für mich als Radreisender mit vollgepacktem Fahrrad ist das natürlich eine Herausforderung.

Also fuhr ich weiter zu meinem eigentlichen Hauptziel in Tokio: dem Hauptbahnhof. Der Bahnhof ist ein wirklich beeindruckendes Gebäude, da er zwischen den vielen modernen Hochhäusern mit seiner historischen Architektur sofort heraussticht. Es war faszinierend, mitten in dieser riesigen und modernen Stadt ein so charakteristisches Gebäude aus der älteren japanischen Zeit zu sehen.

Anschließend fuhr ich noch die letzten Kilometer zu meinem Hostel. Dort angekommen, duschte ich erst einmal, wusch meine Kleidung und holte mein Mittagessen nach. Da ich ohne Frühstück losgefahren war, hatte ich mittlerweile einen gewaltigen Hunger.

Danach ging ich noch bei zwei Fahrradläden vorbei und organisierte Fahrradkartons für meinen weiteren Reiseverlauf. Außerdem versuchte ich, eine geeignete Unterstellmöglichkeit für mein Fahrrad zu finden. Das stellte sich allerdings als schwieriger heraus als gedacht. Zwar gibt es in Tokio spezielle Fahrradparkhäuser, diese sind jedoch auch nicht gerade günstig. Ich muss mir daher noch überlegen, wie ich das mit meinem Fahrrad organisiere, wenn ich später mit meinen Eltern gemeinsam Urlaub mache.

Am Abend schnitt ich noch meine Reels und lud sie hoch. Danach ging ich noch einmal zum Essen und ließ den ereignisreichen Tag langsam ausklingen. Nach den vielen anstrengenden Tagen der vergangenen Zeit fiel ich schließlich müde in mein klimatisiertes Bett und schlief gut ein.