Tag
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Tempel, Strand und Abschied von Südkorea

Am heutigen Morgen schlief ich noch einmal etwas länger aus. Nach dem Aufstehen machte ich mir ein Müsli und stärkte mich für den Tag. Anschließend packte ich meinen Rucksack und machte mich zu Fuß auf den Weg zur Bahn. Mein Ziel war heute der Haedong Yonggungsa Tempel, der direkt an der Küste liegt. Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauerte allerdings rund anderthalb Stunden.

Als ich dort ankam, war die Sonne bereits sehr kräftig. Der Tempel selbst war jedoch etwas ganz Besonderes. Direkt am Meer gelegen, bietet er eine außergewöhnliche Kulisse, die sich deutlich von den Tempeln unterschied, die ich zuvor in Südkorea gesehen hatte. Allerdings waren auch entsprechend viele Besucher vor Ort. Ich nahm mir trotzdem die Zeit, die Anlage ausführlich zu erkunden und die besondere Atmosphäre auf mich wirken zu lassen.

Anschließend ging es mit dem Bus weiter zum Haeundae Beach. Bei den mittlerweile sehr heißen Temperaturen freute ich mich besonders auf eine Abkühlung im Meer. Ich zog mich um und sprang direkt ins Wasser – eine herrliche Erfrischung! Im Hintergrund ragten die riesigen Hochhäuser von Busan empor, die mich mit ihrer beeindruckenden Skyline ein wenig an das World Trade Center erinnerten. Nachdem ich ausgiebig gebadet hatte, lief ich noch ein Stück am Strand entlang und genoss die Kombination aus Meer, Sand, Großstadt und Bergen.

Danach fuhr ich mit dem Bus zurück zum Hostel, aß noch eine Kleinigkeit zu Mittag und machte mich anschließend daran, mein Fahrrad und mein gesamtes Gepäck für die Weiterreise vorzubereiten. Am Nachmittag fuhr ich schließlich zum Fährterminal. Dort musste ich noch etwas warten, bis ich um 16:30 Uhr mein Ticket für die Fähre von Busan nach Fukuoka kaufen konnte.

Leider erlebte ich dabei noch eine kleine Überraschung: Weil ich die Fähre so kurzfristig gebucht hatte, wurde mir zusätzlich eine Gebühr von 35 Euro berechnet. Davon hatte ich im Vorfeld nichts gewusst. Da ich nun aber ohnehin schon dort war, blieb mir nichts anderes übrig, als die zusätzlichen Kosten zu akzeptieren.

Anschließend ging es mit meinem Fahrrad durch die Sicherheitskontrolle und die Ausreisekontrolle, bevor ich schließlich an Bord gehen konnte. Während des Wartens lernte ich ein französisches Pärchen, einen amerikanischen Alleinreisenden und eine Italienerin kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb gut und begannen gemeinsam Karten zu spielen.

Auf dem Schiff angekommen, befestigte ich zunächst mein Fahrrad und bezog anschließend mein Mehrbettzimmer. Dort wartete dann die nächste Überraschung auf mich: In einem Zwölfbettzimmer waren tatsächlich nur zwei Reisende untergebracht – ein anderer deutscher Alleinreisender und ich. Damit hatte ich für die Nacht ungewöhnlich viel Platz und konnte mich auf eine ruhige Nacht freuen.

Bevor es jedoch ins Bett ging, traf ich mich noch einmal mit der kleinen Gruppe. Wir spielten Karten, sangen Karaoke und unterhielten uns über Gott und die Welt. Es war ein schöner und geselliger Abschluss meiner Zeit in Südkorea.

Kurz vor Mitternacht verabschiedete ich mich schließlich von den anderen, denn am nächsten Morgen wollte ich bereits wieder aufbrechen. Schließlich wartete mit Japan schon das nächste Land meiner Fahrradweltreise auf mich.