Sonnenaufgang am Mount Bromo
Um Mitternacht begann für mich – mit reichlich Schlafmangel – das nächste Vulkanabenteuer. Mein Ziel war der berühmte Mount Bromo. Bereits um 1:30 Uhr wurde ich an meiner Unterkunft in Probolinggo abgeholt. Nachdem wir noch einige weitere Touristen eingesammelt hatten, begann die sehr kurvenreiche Fahrt hinauf in die Berge.
Der Fahrer war zügig unterwegs und nahm die unzähligen Serpentinen mit ordentlich Tempo. Nach gefühlt 5.000 Kurven wurde mir tatsächlich etwas übel. Nach etwa anderthalb Stunden erreichten wir schließlich den Startpunkt. Dort stiegen wir in einfache Geländewagen um, die uns über noch steilere Pisten bis zum Ausgangspunkt der Wanderung brachten.
Bevor wir losliefen, gab es noch einen kleinen Snack. Anschließend machte ich mich gemeinsam mit den anderen Besuchern auf den Weg zum Aussichtspunkt. Dort warteten wir gespannt auf den Sonnenaufgang.
Langsam färbte das erste Licht den Himmel, und nach und nach wurden der Mount Bromo sowie die umliegenden Vulkane in ein warmes, goldenes Morgenlicht getaucht. Mit jeder Minute wurde die Aussicht beeindruckender. Allein für diesen Moment hatte sich das frühe Aufstehen definitiv gelohnt.
Nachdem die Sonne höher gestiegen war, fuhren wir mit den Jeeps hinunter in das riesige Sandmeer, das den Vulkan umgibt. Von dort begann der Aufstieg bis an den Kraterrand. Über zahlreiche Stufen erreichten wir schließlich den Rand des aktiven Kraters. Von oben konnte ich tief in den Kraterschlund blicken, aus dem ständig Schwefeldämpfe aufstiegen. Gleichzeitig bot sich ein spektakulärer Blick über die umliegende Vulkanlandschaft.
Anschließend ging es mit den Jeeps zurück zum Ausgangspunkt und danach wieder im Kleinbus über die kurvenreiche Bergstraße hinunter nach Probolinggo. Völlig übermüdet kam ich wieder an meiner Unterkunft an.
Dort machte sich zunächst der Hunger bemerkbar. Nach einem ausgiebigen Essen brachte ich meine Kleidung zur Wäscherei, gönnte mir eine Dusche und legte mich anschließend für rund drei Stunden schlafen.
Am Nachmittag brachte ich außerdem meine alte Felge mit der Rohloff-Nabe noch einmal zum Fahrradladen. Der Mechaniker entfernte die Speichen, ich schenkte ihm die beschädigte Felge, und die Rohloff-Nabe verstaute ich sorgfältig für den weiteren Transport.
Den restlichen Nachmittag nutzte ich, um die letzten Tage meines Reisetagebuchs nachzuschreiben und wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Anschließend holte ich meine frisch gewaschene Kleidung ab, packte alle Taschen für den nächsten Morgen und hoffte, dass auf dem Weg nach Jakarta nun alles reibungslos verlaufen würde.









