Durch die Berge nach Moni
Heute Morgen ging es für mich von Maumere aus meiner kleinen, gemütlichen Unterkunft weiter. Nach dem Frühstück packte ich meine Sachen zusammen und machte mich wieder auf den Weg.
Schon nach wenigen hundert Metern fiel mir eine große Menschenmenge auf, die – begleitet von der Polizei – durch die Straßen zog. Ob es sich um eine Demonstration oder eine Feier handelte, konnte ich leider nicht herausfinden. Interessant anzusehen war das Geschehen auf jeden Fall.
Kurz darauf begann bereits der erste Anstieg des Tages. Obwohl ich schon um 7:00 Uhr losgefahren war, brannte die Sonne beim Klettern schon erbarmungslos vom Himmel. Wie so oft auf Flores wurde ich von den Menschen am Straßenrand freundlich begrüßt – und das sollte den ganzen Tag über so bleiben.
Die Straße führte mich quer über die Insel durch die Berge. Unterwegs gab es hinter jeder Kurve etwas Neues zu entdecken: Menschen verluden frisch geerntete Kokosnüsse auf Lastwagen, andere trockneten Nüsse und Kokosnussschalen auf einer Fahrspur der Straße, während wieder andere große Bananenstauden transportierten. Es war faszinierend, das alltägliche Leben der Menschen hautnah mitzuerleben.
Besonders genoss ich die langen Abfahrten. Endlich konnte ich das Fahrrad einfach rollen lassen und mit hoher Geschwindigkeit durch den dichten, tropischen Dschungel fahren.
In Paga legte ich mit herrlichem Blick auf das Meer eine Mittagspause ein und stärkte mich für die nächsten Anstiege. Danach ging es erneut hinauf in die Berge und durch kleine Bergdörfer, immer weiter weg von der Küste.
Anschließend warteten die beiden größten Anstiege des Tages auf mich. Beide führten jeweils rund 500 Höhenmeter kontinuierlich bergauf. Sie waren zwar lang und fordernd, aber zum Glück nicht extrem steil. So arbeitete ich mich Kurve für Kurve langsam nach oben, nur um anschließend wieder ins nächste Tal hinabzufahren und den nächsten Berg in Angriff zu nehmen.
Dabei durchquerte ich zahlreiche kleine Dörfer und bekam spannende Einblicke in das Leben der Menschen. Besonders beeindruckten mich die traditionellen Häuser, die aus natürlichen Materialien wie Holz, Bambus und Palmblättern gebaut waren.
Am Nachmittag erreichte ich schließlich Moni. Dort bezog ich für die kommenden zwei Nächte ein Zimmer im Mahoni Guest House. Glücklicherweise sprach eine Mitarbeiterin sehr gut Englisch und gab mir einige hilfreiche Tipps für den nächsten Tag.
Außerdem konnte ich direkt für den folgenden Morgen einen Motorroller mieten. Damit wollte ich früh zum Kelimutu fahren und anschließend noch weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung erkunden.
Zum Abschluss des Tages kaufte ich in einem kleinen Supermarkt noch etwas Proviant ein, aß zu Abend, erledigte meine Abendroutine und fiel nach rund 2.000 Höhenmetern erschöpft, aber glücklich ins Bett.
















