Von Sydney in die Blue Mountains – Dschungel, Three Sisters und besondere Begegnungen
Am heutigen Morgen schlief ich erst einmal aus. Die Erholung tat wirklich gut. Auch meine Pausetage sind meist vollgepackt mit Aktivitäten, weil es einfach so viel zu entdecken gibt. Nach einem großen Müsli packte ich meine Tasche und machte mich auf den Weg.
Zuerst ging es für mich zum Fahrradladen Omafiets in Sydney, der auf Bikepacking-Zubehör spezialisiert ist. Dort kaufte ich mir einen neuen Fahrradschlauch, da mein alter Schlauch in Tasmanien geplatzt war. Außerdem besorgte ich mir ein Rohloff-Ölwechselkit, da ich spätestens in Brisbane einen Ölwechsel an meiner Rohloff-Nabe machen muss.
Danach ging es mit dem Bus weiter zum Hauptbahnhof. Da ich noch etwas Zeit hatte, bevor mein Zug abfuhr, nutzte ich spontan die Gelegenheit und ließ mir bei einem Friseur direkt gegenüber vom Bahnhof die Haare schneiden. Der Friseur war super freundlich, arbeitete sehr sorgfältig, und wir unterhielten uns die ganze Zeit nett.
Kurz darauf saß ich schon im Zug Richtung Katoomba. Stück für Stück verschwand die Großstadt hinter mir und die Landschaft wurde immer bergiger. Nach etwa zweieinhalb Stunden kam ich schließlich in den Blue Mountains National Park an.
Direkt vom Bahnhof lief ich zum Start meiner geplanten Wanderung. Zunächst ging es ungefähr 200 Höhenmeter hinunter in den dichten Dschungel. Die Wege waren hervorragend angelegt, mit vielen Treppen und Leitern. Tief unten im Wald hörte ich unzählige Vogelstimmen und entdeckte sogar mehrere Leierschwänze. Diese faszinierenden Vögel haben lange, geschwungene Schwanzfedern und machen Geräusche, die teilweise wie ein schreiendes Baby klingen.
Je weiter ich durch den Dschungel lief, desto ruhiger wurde es. Die meisten Touristen blieben offenbar oben an den Aussichtspunkten, sodass ich große Teile des Weges fast allein unterwegs war. Später führte der Weg wieder steil nach oben. Dort sah ich auch die Gondel, die über die Klippen fährt – eine der bekannten Touristenattraktionen hier.
Oben angekommen verlief der Weg entlang der Klippen mit fantastischen Ausblicken über die riesige bewaldete Ebene und die berühmte Felsformation Three Sisters. Die Kombination aus den steilen Felswänden, dem endlosen Dschungel und den Wolken über der Landschaft wirkte unglaublich beeindruckend.
Bevor ich zurückfuhr, kaufte ich mir noch ein paar Lebensmittel für den Abend ein. Gegen 17:00 Uhr nahm ich den Zug zurück nach Sydney. Bis ich wieder bei meinem Warmshowers-Gastgeber ankam, war es bereits 20:00 Uhr.
Dort erwartete mich eine schöne Überraschung: Mein Gastgeber hatte gemeinsam mit seiner Freundin Reis mit Curry gekocht und bot mir direkt etwas an. So musste ich mir kein eigenes Abendessen mehr machen. Wir unterhielten uns noch lange und sehr nett miteinander, bevor ich nach diesem langen und ereignisreichen Tag müde ins Bett fiel.









