Tag
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Sonnenaufgang, Wombats und ein verdienter Pausetag

Heute Morgen musste ich wieder zeitig aus dem Zelt, da ich pünktlich zum Sonnenaufgang am Fox Beach sein wollte. Die Szenerie war einfach wunderschön. Ich war komplett allein, und plötzlich stand direkt vor mir ein Wombat, der im Licht der aufgehenden Sonne nach Futter suchte. Diese Tiere sind wirklich unglaublich süß und haben eine ganz besondere Ausstrahlung.

Nach diesem besonderen Moment ging es zurück zu meinem Zelt. Ich frühstückte, baute alles ab und verstaute mein Equipment wieder ordentlich. Anschließend fuhr ich die letzten 18 Kilometer zurück zum Fähranleger und erwischte gerade noch rechtzeitig die Fähre nach Triabunna.

Dort angekommen, fuhr ich wieder zu Eric, bei dem ich noch eine weitere Nacht bleiben konnte. Ich wollte mir bewusst einen echten Pausetag gönnen – die letzten Tage waren schließlich ziemlich intensiv, und selbst mein „Pausetag“ in Hobart war eher aktiv als erholsam.

Zuerst baute ich mein Zelt auf, damit es von der feuchten Nacht trocknen konnte. Danach machte ich mir ein zweites Frühstück mit viel Tee und ließ es ruhig angehen. Am Mittag fuhr ich ganz entspannt nach Orford an den Strand. Dort sprang ich ins Wasser und spielte ein wenig mit den Wellen. Es war zwar ziemlich kalt, aber daran gewöhnte ich mich schnell.

Anschließend lag ich etwa zwei Stunden am Strand in der Sonne, genoss die Ruhe und ließ einfach mal komplett los. Danach ging es gemütlich zurück zu Eric. Ich reinigte mein Fahrrad, schnitt mein tägliches Kurzvideo und entspannte weiter.

Am Abend gab es eine unglaublich leckere Lasagne von Eric – genau das Richtige nach so einem Tag. Ich schlief wieder im Zelt, da in der Nacht zuvor zwei junge Frauen im Haus untergekommen waren, die gerade bei der Weinernte arbeiteten und sich so ihr Work-and-Travel finanzierten. Die eine kam aus Chile, die andere aus Bolivien. Wir unterhielten uns lange über unsere Reisen und tauschten viele spannende Geschichten aus.

Spät am Abend zog ich mich zurück. Als ich in meinem Schlafsack lag, merkte ich, dass es draußen schon deutlich kälter geworden war. In Tasmanien kündigt sich langsam der Winter an – und besonders nachts werden die Temperaturen jetzt spürbar frischer.