Tag
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Regen, Mücken und ein besonderer Proteinsnack

Am heutigen Morgen ging es für mich raus aus dem Waldhäuschen in dem kleinen Dörfchen Goldstream. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Sienna.

Erst einmal arbeitete ich mich aus dieser hügelig gelegenen Gegend vor Fairbanks heraus. Dann kam ich auch schon durch Fairbanks.

Am Morgen regnete es noch ein bisschen. Das sollte es aber auch den restlichen Tag noch tun. Da hier gerade Regenzeit ist, ist das nicht ungewöhnlich. Das Wichtige ist, dass ich Richtung Süden komme, um immer weniger Regen zu bekommen.

So ging es dann auch endlich mal wieder auf Straßen entlang, die Seitenstreifen hatten, die breit genug waren und nicht aus Matsch bestanden.

Das Wetter war relativ bewölkt und es regnete. Nach knapp 45 Kilometern machte ich meine erste Rast bei einem Supermarkt, bei dem ich auch für die nächsten Tage einkaufte. Große Supermärkte waren auch mal wieder eine gute Abwechslung.

Durch den Regen war mir jedoch relativ kalt geworden. Deswegen musste ich unbedingt aufpassen, dass ich nicht friere und noch lange genug bis abends fahren kann.

So begleiteten mich dann entlang des Alaska Highway Schilder, auf denen ich vor Rentieren gewarnt wurde, und Flüsse, die viele nervige Mücken beheimateten.

Ich musste sehr oft mein Mückennetz anziehen, da die Mücken mich sehr genervt haben. Sobald ich einmal ein bisschen langsamer fahren musste, weil es bergauf ging, waren die Mücken in einem ganzen Schwarm direkt wieder bei mir.

Nervigerweise sind es nicht nur Stechmücken, sondern auch Mücken, die mir in die Nase, den Mund und die Ohren fliegen.

Am Nachmittag traf ich dann im Regen Morgane. Sie ist eine französische Radreisende, die ungefähr Ende 20 ist.

Ich hatte auf meiner ganzen Radreise noch nie eine gleichaltrige oder Mitte-20-jährige Radreisende getroffen. Wir unterhielten uns ein bisschen und sie erzählte mir, dass sie in Kanada auch schon letztes Jahr Work and Travel gemacht hat.

Nun ist sie das erste Mal länger mit dem Fahrrad von Kanada bis nach Alaska unterwegs und möchte im Winter wieder in Kanada arbeiten.

Es war auf jeden Fall interessant, sich auszutauschen. Danach fuhren wir, bevor uns beiden zu kalt wurde, in entgegengesetzte Richtungen weiter.

So ging es dann für mich an Flüssen entlang und die Berge hinauf und wieder hinunter, und es regnete weiterhin.

Nach sehr vielen Kilometern beschloss ich dann, an ein paar größeren Teichen neben der Straße mein Zelt aufzuschlagen.

Dort traf ich dann auch einen Angler an. Ich baute erst einmal mein Zelt auf, da es gerade kurz aufgehört hatte zu regnen.

Interessiert kam der Angler zu mir. Es stellte sich heraus, dass Pavel, wie der Angler sich mir vorstellte, aus Russland kommt und nun schon länger in den USA beziehungsweise seit ein paar Jahren in Delta Junction in Alaska lebt.

Seine große Leidenschaft und sein großes Hobby ist das Angeln.

Wir haben uns sehr nett unterhalten und am Ende hat er mir sogar noch von seiner Frau selbst gemachte Süßspeisen geschenkt.

Diese Süßspeisen waren Kekse in Form einer Walnussschale und sie waren mit Erdnussbutter gefüllt. Der perfekte Proteinsnack nach einem langen Fahrradtag.

Ich verabschiedete mich von ihm und aß noch ein bisschen Apfel und Nüsse.

Durch das Wetter und da es auch wieder anfing zu regnen, war meine Motivation überhaupt nicht groß, jetzt noch zu kochen. Deshalb entschied ich mich gegen das Kochen meiner Nudeln an diesem Abend.

Solch eine Entscheidung muss man immer klar überdenken, da man sehr viele Kalorien verbraucht hat und diese dann nicht gedeckt werden können. Am nächsten Tag hat man eventuell deutlich weniger Kraft.

Da ich das schon ein paarmal so gemacht habe, weiß ich, wie mein Körper darauf reagiert. Zum Glück habe ich immer genug Pufferreserven.

Zudem wusste ich, dass der nächste Tag schön wird und ich weniger Energie verbrauchen werde.

So ging es dann auch nach der beschleunigten Abendroutine schnell ins Bett, da ich draußen nur noch nasser wurde.