Zentralasien

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Blog Tag 119

Trotz neun Stunden Schlaf fühlte ich mich am Morgen seltsam benebelt und träge. Mein Körper wirkte schlapp, mein Kopf unklar – keine gute Voraussetzung für einen Tag in den Bergen. In der Nacht hatte ich stark geschwitzt und spätestens bei meinem morgendlichen Toilettengang wurde mir klar, woran es lag: Das Essen der Familie, die mich am Vorabend eingeladen hatte, war wohl doch nicht ganz gut gewesen.

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Blog Tag 118

Ich wachte heute vom Zwitschern der Vögel auf – ein friedlicher Start in den Tag. Ohne lange zu zögern, sprang ich direkt in den See neben meinem Schlafplatz und schwamm eine Runde. Der kühle Morgenschwumm war erfrischend und belebend – genau das Richtige, um wach zu werden. Anschließend begann mein richtiger Einstieg in die kirgisischen Berge. Anfangs war der Weg noch asphaltiert, doch das änderte sich bald – wie so oft wurde aus Teer wieder Offroad-Schotterpiste.

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Blog Tag 115

Heute stand zur Abwechslung einmal kein Pass, kein Zeltaufbau und keine staubige Straße auf dem Programm – sondern Bildschirmarbeit. Ich widmete mich meinem Blog und verbrachte mindestens acht Stunden damit, Texte zu überarbeiten, Bilder auszuwählen und alles hochzuladen. Durch das langsame Internet in Osh wurde das Einfügen der Bilder zur Geduldsprobe. Der Text hingegen ließ sich vergleichsweise unkompliziert einfügen. Es ist schon interessant, wie viel Arbeit hinter einem einzelnen Beitrag steckt – vor allem, wenn man alles unterwegs macht.

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Blog Tag 114

Ausgeschlafen und mit einem Müsli samt frischem Obst und Joghurt gestärkt, startete ich in den Tag – bereit für die nächste Herausforderung: ein durchgehender Anstieg von 900 Höhenmetern auf 18 Kilometern. Kein Spaziergang, aber auch nichts, was ich nicht schon in anderer Form erlebt hätte. Stück für Stück schraubte ich mich nach oben. In der angenehmen Luft zwischen 1000 und 2000 Metern ließ sich trotz Anstrengung gut atmen. Es ist faszinierend, wie schnell man wieder Höhe gewinnt, wenn man einfach dranbleibt.

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Blog Tag 113

Nach dem kräftezehrenden Tag gestern startete ich heute meine Weiterfahrt in Richtung Osh. Es ging direkt bergig los, aber nach den ersten Höhenmetern kam die Belohnung: eine langgezogene, fast schon meditative Abfahrt. Von 3200 m auf 2200 m – und das auf wunderbar geteertem Asphalt. Ein echter Genuss! Ich konnte einfach mal rollen lassen, die Landschaft rechts und links in mich aufsaugen und endlich mal wieder entspannt fahren. Das hatte ich in dieser Form zuletzt in Georgien erlebt.

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Blog Tag 112

Heute war es so weit: Der große Tag, an dem ich Tadschikistan verlassen und nach Kirgistan einreisen würde. Aber wie so oft beginnt das Abenteuer nicht an der Grenze, sondern schon viel früher. Der erste Anstieg des Tages brachte mich auf etwa 4200 Meter – anstrengend, aber machbar. Die Aussicht auf den türkisblauen Karakul-See wurde mit jedem Höhenmeter beeindruckender. Danach ging es in ein wunderschön geformtes Bergtal, dessen Szenerie fast surreal wirkte.

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Blog Tag 111

Nach rund neun Stunden tiefem Schlaf wurde ich von der Familie freundlich zum Frühstück eingeladen – es gab Spiegelei, frisches Brot und Quark. Doch heute fühlte ich mich irgendwie anders. Normalerweise bin ich früh auf den Beinen, voller Tatendrang, alles startklar. Doch diesmal war alles langsamer. Die Höhe setzte mir deutlich zu – ich war träge, motivationslos, hätte mich am liebsten wieder hingelegt.

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Blog Tag 110

Heute Morgen hieß es für mich nach einem leckeren Frühstück im Hostel wieder aufzubrechen. Auf dem Plan stand heute der höchste Pass meiner bisherigen Reise: 4655 Meter – ein echtes Schwergewicht im Pamir-Gebirge. Der Aufstieg begann immerhin auf einer geteerten Straße, was das Fahren deutlich angenehmer machte. Meter für Meter, Stunde um Stunde kämpfte ich mich nach oben.

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