Blog Tag 200
Heute Morgen wollte ich früh starten, um im flachen Gelände ordentlich Kilometer zu machen. Ich fuhr aus der Großstadt Haiphong hinaus, über Landstraßen und durch kleinere Dörfer. Der Verkehr war wie so oft sehr chaotisch und trubelig.
Heute Morgen wollte ich früh starten, um im flachen Gelände ordentlich Kilometer zu machen. Ich fuhr aus der Großstadt Haiphong hinaus, über Landstraßen und durch kleinere Dörfer. Der Verkehr war wie so oft sehr chaotisch und trubelig.
Heute Morgen lief ich zunächst zur Laotischen Botschaft, um meinen Pass abzugeben und hoffte, ihn am gleichen Tag wieder abholen zu können. Danach kümmerte ich mich um mein Fahrrad: Meine alte Kette hatte nach den extremen Höhenmetern in Nordvietnam stark gelitten und musste ersetzt werden. Im Fahrradladen bekam ich zudem den Hinweis auf einen weiteren Shop, wo ich zwar keine Sonnencreme fand, mir dafür aber ein schönes Langarm- und Kurzarmtrikot gönnte – eine Investition, da mein altes Trikot nach knapp 10.000 km sichtlich verschlissen war.
Um 9:00 Uhr ging es für mich los: zunächst mit dem Bus zum Fähranleger, dann weiter mit einem zweiten Bus nach Hai Phong und schließlich mit einem dritten Bus nach Hanoi. Gegen 12:30 Uhr kam ich dort an. Keine halbe Stunde später hatte ich bereits eine Free Walking Tour gebucht. Zu meiner Überraschung war ich der einzige Teilnehmer – und bekam dadurch eine exklusive Privattour.
In der Nacht hatte es erneut geregnet. Zum Glück war ich in einem Homestay untergebracht und blieb trocken, sodass ich am Morgen entspannt packen und losfahren konnte. Die ersten Kilometer führten mich noch einmal über einige Hügel, die jedoch bei Weitem nicht so steil waren wie am Vortag.
Heute stand ich sehr früh auf und gönnte mir erstmals seit langer Zeit wieder ein Frühstück in einem Restaurant gegenüber meiner Unterkunft. Da eine äußerst anspruchsvolle Etappe mit einem großen Berg vor mir lag, wollte ich so viel Energie wie möglich schon am Morgen tanken. Nachdem ich alles gepackt hatte, schwang ich mich auf mein Rad – und noch in der Stadt begann der Anstieg.
Nach dem Ha-Giang-Loop brauchte ich dringend eine Pause – also gönnte ich mir noch einen weiteren Tag in Ha Giang. Am Morgen aktualisierte ich zunächst meinen Blog, sodass er wieder auf dem neuesten Stand war. Danach widmete ich mich meinem Fahrrad: Vor allem die Kette hatte nach den extremen Belastungen und dem Schmutz der letzten Tage eine gründliche Reinigung und ein bisschen Extra-Pflege verdient.
Die Nacht über regnete es ununterbrochen – meine Entscheidung, im Homestay zu übernachten, war also goldrichtig. Pünktlich um 8 Uhr hörte der Regen auf. Da ich bereits alles gepackt hatte, musste ich nur noch aufs Rad steigen und konnte direkt starten.
Der Tag begann mit einem kleinen Umweg: Zunächst holte ich meine frisch genähte Radhose bei einer Näherei ab, danach gab es ein bescheidenes Frühstück. Dann hieß es Abschied nehmen von Sapa – und erneut bergauf fahren. Noch einmal mussten 550 Höhenmeter überwunden werden, bis ich schließlich den höchsten Pass Vietnams auf 2015 Metern erreichte.
Der Tag begann früh, denn ich hatte einiges vor und wollte so viel Zeit wie möglich nutzen. Noch immer führte mich mein Weg am Roten Fluss entlang – ein ständiges Auf und Ab. Nach einigen Stunden erreichte ich schließlich die Grenze zu Vietnam. Unterwegs musste ich jedoch ganze fünf chinesische Polizeikontrollen passieren, bei denen jedes Mal mein Pass geprüft wurde. Warum so viele, blieb mir unverständlich – vermutlich dient es dem Prinzip der Abschreckung und der Machtdemonstration.
Erholt wachte ich heute in meinem Zelt auf. Als ich frühstücken wollte, stellte ich fest, dass ich gar kein heißes Wasser für meine Instant-Nudeln hatte. Also packte ich schnell zusammen und rollte ins nächste Dorf hinunter, wo mir sofort an einem Wasserspender heißes Wasser angeboten wurde – in China fast überall selbstverständlich. So startete ich nach Nüssen und Nudeln in den Tag.