Tag
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Frühstart, Reisfelder und ein erfrischendes Bad im Meer

Am heutigen Morgen klingelte mein Wecker bereits um 4:00 Uhr. Draußen war es noch stockdunkel, doch am Himmel waren unzählige Sterne zu sehen. So frühstückte ich noch im Mondschein, bevor ich meine Sachen zusammenpackte. Währenddessen begann langsam die Morgendämmerung.

Der Sonnenaufgang war dabei besonders beeindruckend. Die Wolken wurden von den ersten Sonnenstrahlen intensiv rot und orange angestrahlt. Mit einer solchen Aussicht früh am Morgen mein Zelt abzubauen, war definitiv die Mühe wert. So konnte ein weiterer spannender Tag beginnen.

Noch vor Sonnenaufgang saß ich auf meinem Fahrrad und fuhr zunächst über kleine Wege entlang zahlreicher Reisfelder. Wenig später folgte allerdings ein deutlich unangenehmerer Abschnitt. Ich musste längere Zeit auf einer Hauptstraße fahren, die weder einen Seitenstreifen noch einen richtigen Fahrradweg hatte. Manchmal gab es neben der Leitplanke einen schmalen freien Streifen, den ich jedoch nur ungern nutzte, da dort häufig Glasscherben, Metallteile und anderer Müll lagen.

Würde dieser Bereich besser gepflegt werden, könnte man ihn problemlos als Fahrradstreifen nutzen und hätte deutlich mehr Sicherheit. Besonders in den Tunneln wurde es teilweise gefährlich, da kaum Platz zum Überholen vorhanden war und manche Autofahrer trotzdem sehr ungeduldig wurden.

Zum Glück verbesserte sich die Situation nach einiger Zeit wieder. Ich kam erneut durch Reisfelder und schöne Landschaften, bevor mit zunehmender Nähe zu Osaka immer mehr Ortschaften und Industriegebiete auftauchten.

Am Nachmittag fuhr ich schließlich längere Zeit parallel zu einer großen Bahnstrecke. Auf dieser verkehrte auch der Shinkansen, der berühmte Hochgeschwindigkeitszug Japans. Während der Zeit, in der ich dort unterwegs war, fuhr gefühlt alle paar Minuten ein solcher Schnellzug an mir vorbei. Da muss eine ganze Menge davon auf dieser Strecke unterwegs sein!

Meine Mittagspause und später auch eine zweite Pause machte ich wieder in einem Convenience Store. Dort kaufte ich mir fertige Mahlzeiten. Das Essen ist hier nicht einfach nur mit Instantnudeln vergleichbar, sondern oft frisch zubereitet und in Folie verpackt. Für den Preis ist das wirklich unschlagbar und schmeckt zudem gut. Praktischerweise gibt es in den Geschäften meistens auch eine Mikrowelle, sodass man sich das Essen direkt warm machen kann.

Am Abend war ich schließlich sogar zu bequem, selbst zu kochen, und machte deshalb auch dort meine Abendpause. Danach ging es weiter und plötzlich wartete wieder ein wunderschöner Abschnitt auf mich: ein gut ausgebauter Fahrradweg direkt am Meer entlang.

Ich wusste gar nicht, welchen Platz ich mir zum Übernachten aussuchen sollte. Schließlich fuhr ich bis zum Ende des Strandabschnitts. Da dort allerdings noch viele Menschen unterwegs waren, stellte ich zunächst mein Fahrrad ab und baute mein Zelt noch nicht auf. Ich wollte schließlich nicht unnötig Aufmerksamkeit auf mich ziehen.

Stattdessen zog ich mich um, schlüpfte in meine Badehose und sprang ins Meer. Was für ein Gefühl! Sandstrand, Sonne und erfrischendes Meerwasser hatte ich schon lange nicht mehr genießen können. Nach den vielen Tagen in den Bergen und auf den Straßen war dieses kleine Bad eine willkommene Abwechslung.

Später schnitt ich noch mein Kurzvideo, schrieb meinen Tagebucheintrag und erledigte meine übliche Abendroutine. Anschließend baute ich mein Zelt auf und machte mich bettfertig.

Heute würde ich endlich einmal wieder etwas mehr Schlaf bekommen – und nach dem frühen Start konnte ich ihn definitiv gebrauchen.