Durch Outback und Highway – ein langer Fahrtag
Am Morgen erwachte ich in meinem Zelt auf einem offenen Feld, an dem ich am Vortag meinen Schlafplatz gefunden hatte. Die Luft war noch frisch, und ich wartete einen Moment, bis die Sonne langsam über den Horizont stieg und mein Zelt in warmes Licht tauchte. Beim Frühstück – Rosinenbrot mit Erdnussbutter – genoss ich die ruhige Atmosphäre dieser typischen Outback-Landschaft, die noch etwas grün war und nicht vollständig in trockene Steppe überging.
Anschließend packte ich mein Zelt zusammen, verstaute alles wieder sorgfältig in meinen Fahrradtaschen und machte mich auf den Weg Richtung Norden entlang des Highways.
Der Verkehr blieb ähnlich wie in den Tagen zuvor: lange LKWs, die an mir vorbeizogen, Handwerker in Toyota Hilux und Fahrzeuge mit Anhängern und Caravans. Mit zunehmender Sonne tauchten immer mehr Baustellen auf, sodass ich regelmäßig an Ampeln warten musste, während der Verkehr einspurig geführt wurde. An einer Tankstelle nutzte ich die Gelegenheit, Wasser aufzufüllen und kurz durchzuatmen.
Die Landschaft wechselte zwischen hügeligen Abschnitten und flacheren Tundra-ähnlichen Ebenen. Immer wieder begegneten mir Warnschilder, die zur Aufmerksamkeit mahnten – ein stiller Hinweis darauf, wie schnell Unachtsamkeit hier gefährlich werden kann.
Am Mittag machte ich Pause auf einem Rastplatz, legte mich kurz in den Schatten einer Bank und aß ein paar Kekse. Danach ging es weiter, Kilometer um Kilometer entlang des Highways. Trotz leichtem Gegenwind kam ich gut voran und erreichte nach 161 Kilometern meinen Schlafplatz.
Dort stellte ich mein Zelt neben einer Lagerhalle auf – etwas versteckt und geschützt vor der Straße. Nach meiner Abendroutine und einem einfachen Abendessen fiel ich erschöpft ins Bett. Ein langer, monotoner, aber zugleich intensiver Fahrtag ging zu Ende.









