Tag
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Durch Australiens Weite bis zum Sternenhimmel

Am Morgen weckte mich Vogelgezwitscher im Waldstück, in dem ich übernachtet hatte. Die Luft war frisch – typisch für klare, sonnige Tage, bei denen es nachts deutlich abkühlt. Nach einem einfachen Frühstück packte ich meine Sachen zusammen und machte mich wieder auf den Weg Richtung Rockhampton.

Nach etwa 50 Kilometern erreichte ich die Stadt und nutzte die Gelegenheit, meine Vorräte aufzustocken. Ich kaufte reichlich Essen und Getränke, denn für die kommenden rund 300 Kilometer würde es kaum größere Versorgungsmöglichkeiten geben. Eine gute Planung ist in solchen Abschnitten entscheidend, um ausreichend Wasser und Energie dabeizuhaben.

Hinter Rockhampton führte mich der Highway wieder hinaus in die Weite. Die Landschaft wurde zunehmend flacher, weitläufige Ebenen öffneten sich, wie man sie typischerweise im Outback findet – endlose, sandfarbene Vegetation unter einem großen Himmel.

Bei einer Pause im Schatten eines Baumes begegnete mir ein neugieriger Magpie, der ebenfalls Schutz vor der Sonne suchte. Kurz darauf hörte und sah ich einen Blauohr-Honigfresser direkt über mir im Geäst – kleine, aber besondere Begegnungen, die solche Tage bereichern.

Der Verkehr blieb konstant: LKWs und Autos teilten sich die einspurige Straße in beide Richtungen. Am Straßenrand entdeckte ich zunehmend Termitennester in den Bäumen – beeindruckende, fast skulpturartige Gebilde, die jedes Mal aufs Neue faszinieren.

Nach über 130 Kilometern fand ich schließlich einen versteckten Schlafplatz auf einer Wiese nahe der Hauptstraße. Ich kochte mein Abendessen, genoss den klaren Sternenhimmel und schnitt noch mein tägliches Video sowie den Tagebucheintrag. Danach endete ein weiterer intensiver, aber erfüllender Tag auf dem Rad – im Zelt, mitten in der Weite Australiens.