Gegenwind, Regenschauer und ein rauer Tag an der Ostküste
Heute Morgen wachte ich wieder früh auf. Schon am Vortag hatte ich in die Wetter-App geschaut und gesehen, dass es ab 7:00 Uhr regnen sollte. Deshalb stellte ich meinen Wecker auf 6:00 Uhr. Noch vor dem Frühstück packte ich alle Sachen zusammen, baute mein Zelt ab und verstaute alles trocken und sicher, bevor der Regen einsetzte.
Am Himmel konnte ich bereits sehen, wie sich eine dunkle Wolkendecke vom Meer her näherte. Danach stellte ich mich mit meinem Fahrrad unter die Überdachung eines Toilettenhäuschens auf dem Campingplatz. Der Regen zog jedoch schneller weiter als gedacht, sodass ich nach meinem Frühstück schon bald losfahren konnte.
Zunächst ging es etwa 25 Kilometer zurück zur A3-Hauptstraße. Von dort fuhr ich weiter bis in die kleine Stadt Bicheno, wo ich meine Vorräte auffüllte. Je weiter ich entlang der Küste Richtung Norden kam, desto stärker wurde der Wind. Erst Seitenwind, dann immer mehr Gegenwind – und genau das ist beim Radfahren das Zermürbendste überhaupt.
Zusätzlich brachte der Wind immer wieder Regenschauer mit sich. Es war ein ständiges Wechselspiel: Regenjacke an, 10 Minuten später wieder aus, dann Sonne, dann wieder Regen. So ging es den ganzen Tag bei etwa 13 °C entlang der Küste.
Irgendwann wurde der Regen so stark, dass ich mich unter einem großen Nadelbaum unterstellte, der mir erstaunlich guten Schutz bot. Durch den starken Wind zogen die Wolken jedoch schnell weiter, sodass ich nach etwa einer Stunde Pause mit Keksen wieder aufs Rad konnte.
In St. Helens angekommen, ging ich erneut einkaufen, um meine Essensreserven aufzufüllen – vor allem Nudeln für den Abend. Von dort aus fuhr ich noch die letzten 20 Kilometer auf einer kleineren Küstenstraße bis zum Taylor’s Beach.
Dort beendete ich den Tag und baute mein Zelt etwas windgeschützt am Strand auf. Trotz Kälte und leichtem Frösteln ging ich noch ins Wasser, sprang in die Wellen und wusch mich. Es war kalt, aber gleichzeitig ein unglaubliches Gefühl, so direkt mit den Elementen verbunden zu sein.
Danach zitterte ich erst einmal ordentlich und musste mich mit trockener Kleidung wieder aufwärmen. Ich kochte mir noch meine Nudeln, aß Nüsse sowie einen Apfel und eine Banane.
Mittlerweile war es dunkel geworden, und nach diesem anstrengenden Tag kroch ich früh in mein Zelt und fiel müde ins Bett.








