Kajak-Abenteuer im Abel-Tasman-Nationalpark
Heute ging es früh los. Wir fuhren zum Startpunkt des Abel-Tasman-Nationalparks nach Mārahau. Dort hatten wir bereits am Vortag Kajaks für den heutigen Morgen gebucht. Nach einer kurzen Autofahrt holten wir die Kajaks ab, nahmen an einem ausführlichen Sicherheitsbriefing teil und konnten anschließend, nachdem die Boote zu Wasser gelassen worden waren, selbstständig starten. In zwei Zweier-Teams paddelten wir entlang der traumhaften Buchten und Strände des Nationalparks.
Unterwegs legten wir immer wieder an kleinen Stränden an, sprangen ins Wasser und genossen das herrliche Wetter. Die Sonne schien, und die Bedingungen hätten kaum besser sein können – perfektes Wetter zum Kajakfahren und Wandern.
Nachdem wir eine Zeit lang entlang der Küste des Nationalparks gepaddelt waren, umrundeten wir auch Adele Island. Um dorthin zu gelangen, mussten wir ein Stück weiter auf das offene Meer hinaus paddeln. Dort wurden die Wellen spürbar höher, was das Ganze zu einer besonders spannenden Erfahrung machte. Es fühlte sich wie ein kleines Abenteuer an. Zum Glück trugen wir Neoprenröcke, die die Öffnung des Kajaks abdichteten, sodass trotz der Wellen und der Paddelbewegungen kein Wasser ins Boot gelangen konnte.
In einer wunderschönen Bucht rund um die Insel entdeckten wir schließlich Seelöwen, darunter auch junge Tiere, die verspielt im Wasser schwammen. Dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe zu beobachten, war ein ganz besonderer Moment.
Anschließend paddelten wir weiter entlang der Küste des Nationalparks bis zur Torrent Bay. Dort gaben wir am Nachmittag unsere Kajaks zurück, zogen uns um und machten uns noch auf eine etwa 15 Kilometer lange Wanderung zurück zu unserem Camper.
Die Kombination aus Kajakfahren, malerischen Buchten, Schwimmen, Naturerlebnis und anschließender Wanderung war bei diesem traumhaften Wetter einfach perfekt.
Am Abend hatte ich noch einen kleinen Geheimspot zum Übernachten herausgesucht. Auf der großen Fläche standen nur wir und ein weiterer Camper – ein wirklich idyllischer Ort. Zum Abendessen kochten wir Tortellini mit einer Gemüsesoße. Während des Kochens wurden wir allerdings von zahlreichen Sandfliegen attackiert. Deshalb zog ich meine komplette Schutzausrüstung an – inklusive Sturmmaske und dünner Handschuhe.
Sobald es dunkel wurde, verschwanden die Sandfliegen glücklicherweise wieder. In dieser Nacht schlief ich im Zelt, da die anderen im Camper in der Nacht zuvor nicht besonders gut geschlafen hatten. Für mich war das jedoch kein Problem, da ich es ohnehin gewohnt bin, im Zelt zu schlafen.











