Delfine, Gegenwind und ein herzlicher Zufluchtsort
Um 5:45 Uhr klingelte heute mein Wecker, denn ich wollte die Fähre um 8:00 Uhr zurück aufs Festland nehmen. Vorher frühstückte ich noch eine Kleinigkeit und begann, mein Zelt sowie meine gesamte Ausrüstung wieder in den Fahrradtaschen zu verstauen – ein Vorgang, der jedes Mal mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man denkt.
Gegen 7:40 Uhr erreichte ich den Fähranleger, checkte mein Gepäck ein und übergab mein Fahrrad der Crew, die es sorgfältig im Boot verzurrte. Noch etwas müde von der kurzen Nacht begann die Überfahrt.
Kurz nach dem Ablegen entdeckte ich direkt neben dem Boot einen Delfin. So nah hatte ich noch nie einen gesehen – ein kleines, aber besonderes Highlight am frühen Morgen. Ich genoss den frischen Wind an Deck und beobachtete, wie das Meer am Boot entlangrauschte.
Zurück auf der Südinsel machte ich zunächst einen kurzen Abstecher zum südlichsten Punkt der Insel und dem Leuchtturm, nur wenige hundert Meter vom Fähranleger entfernt. Danach führte mein Weg Richtung Norden. Die ersten Straßenabschnitte waren allerdings wenig angenehm: viel Verkehr, zahlreiche LKWs und kein Seitenstreifen.
Kurz vor Invercargill erreichte ich glücklicherweise einen Radweg, der durch ein schönes Naturschutzgebiet führte. Dort konnte ich wieder einige Vogelarten beobachten, unter anderem auch elegante Trauerschwäne.
Weiter ging es Richtung Nordwesten. Nach etwa 70 Kilometern machte ich Pause an einem Supermarkt. Doch kaum war ich wieder auf dem Rad, setzte ein starker Wind ein – diesmal direkt aus Norden und somit frontal gegen mich. Der Gegenwind war kräftig und zermürbend. Kilometer um Kilometer kämpfte ich mich voran. Starker Gegenwind ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch ein echter Motivationsprüfer.
Am Abend begann ich, nach einem Zeltplatz zu suchen. Doch links und rechts der Straße lagen fast ausschließlich eingezäunte Schaf- und Rinderweiden. Eine geeignete Stelle war nicht in Sicht. Schließlich blieb mir nur noch eine Option: Ich klingelte bei einem Farmer und fragte höflich, ob ich mein Zelt irgendwo aufstellen dürfe.
Ich hatte Glück. Ein älteres Ehepaar mit seinem Enkel öffnete mir – und reagierte unglaublich freundlich. Sie boten mir an, mein Zelt unter ihrem Carport aufzubauen. Da für die Nacht Regen angekündigt war, war das für mich die perfekte Lösung. Zudem durfte ich duschen und bekam sogar noch etwas zu essen angeboten.
Draußen kochte ich mir meine Nudeln mit Pesto und ergänzte sie mit Obst und Nüssen. Danach saß ich noch lange mit Ewen, dem Hausherrn, zusammen. Wir unterhielten uns ausgiebig, und die Zeit verging wie im Flug.
Er erzählte mir, dass 1998 bereits ein Paar, das mit dem Fahrrad durch Neuseeland reiste, zufällig bei ihnen gelandet war – und schließlich eine ganze Woche auf ihrem Grundstück verbrachte. Ich hingegen plante nur, eine Nacht zu bleiben. Doch die Herzlichkeit dieser spontanen Begegnung machte diesen Tag zu etwas ganz Besonderem.
Delfine, Gegenwind und ein herzlicher Zufluchtsort
Um 5:45 Uhr klingelte heute mein Wecker, denn ich wollte die Fähre um 8:00 Uhr zurück aufs Festland nehmen. Vorher frühstückte ich noch eine Kleinigkeit und begann, mein Zelt sowie meine gesamte Ausrüstung wieder in den Fahrradtaschen zu verstauen – ein Vorgang, der jedes Mal mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man denkt.
Gegen 7:40 Uhr erreichte ich den Fähranleger, checkte mein Gepäck ein und übergab mein Fahrrad der Crew, die es sorgfältig im Boot verzurrte. Noch etwas müde von der kurzen Nacht begann die Überfahrt.
Kurz nach dem Ablegen entdeckte ich direkt neben dem Boot einen Delfin. So nah hatte ich noch nie einen gesehen – ein kleines, aber besonderes Highlight am frühen Morgen. Ich genoss den frischen Wind an Deck und beobachtete, wie das Meer am Boot entlangrauschte.
Zurück auf der Südinsel machte ich zunächst einen kurzen Abstecher zum südlichsten Punkt der Insel und dem Leuchtturm, nur wenige hundert Meter vom Fähranleger entfernt. Danach führte mein Weg Richtung Norden. Die ersten Straßenabschnitte waren allerdings wenig angenehm: viel Verkehr, zahlreiche LKWs und kein Seitenstreifen.
Kurz vor Invercargill erreichte ich glücklicherweise einen Radweg, der durch ein schönes Naturschutzgebiet führte. Dort konnte ich wieder einige Vogelarten beobachten, unter anderem auch elegante Trauerschwäne.
Weiter ging es Richtung Nordwesten. Nach etwa 70 Kilometern machte ich Pause an einem Supermarkt. Doch kaum war ich wieder auf dem Rad, setzte ein starker Wind ein – diesmal direkt aus Norden und somit frontal gegen mich. Der Gegenwind war kräftig und zermürbend. Kilometer um Kilometer kämpfte ich mich voran. Starker Gegenwind ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch ein echter Motivationsprüfer.
Am Abend begann ich, nach einem Zeltplatz zu suchen. Doch links und rechts der Straße lagen fast ausschließlich eingezäunte Schaf- und Rinderweiden. Eine geeignete Stelle war nicht in Sicht. Schließlich blieb mir nur noch eine Option: Ich klingelte bei einem Farmer und fragte höflich, ob ich mein Zelt irgendwo aufstellen dürfe.
Ich hatte Glück. Ein älteres Ehepaar mit seinem Enkel öffnete mir – und reagierte unglaublich freundlich. Sie boten mir an, mein Zelt unter ihrem Carport aufzubauen. Da für die Nacht Regen angekündigt war, war das für mich die perfekte Lösung. Zudem durfte ich duschen und bekam sogar noch etwas zu essen angeboten.
Draußen kochte ich mir meine Nudeln mit Pesto und ergänzte sie mit Obst und Nüssen. Danach saß ich noch lange mit Ewen, dem Hausherrn, zusammen. Wir unterhielten uns ausgiebig, und die Zeit verging wie im Flug.
Er erzählte mir, dass 1998 bereits ein Paar, das mit dem Fahrrad durch Neuseeland reiste, zufällig bei ihnen gelandet war – und schließlich eine ganze Woche auf ihrem Grundstück verbrachte. Ich hingegen plante nur, eine Nacht zu bleiben. Doch die Herzlichkeit dieser spontanen Begegnung machte diesen Tag zu etwas ganz Besonderem.









