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Zwischenlandungen, Sicherheitskontrollen und Ankunft am anderen Ende der Welt

Am Abend flog ich von Frankfurt los, zunächst etwa neun Stunden Richtung Dubai. Dort hatte ich einen Transitaufenthalt, bevor es mit dem nächsten Flieger weiter nach Neuseeland ging. Als ich schließlich im Flugzeug saß, merkte ich deutlich, wie ungewohnt mir das stundenlange Sitzen mittlerweile geworden war. Nach all den Monaten auf dem Fahrrad fühlte sich mein Körper regelrecht eingerostet an – Bewegung fehlt einfach, wenn man so lange eingesperrt auf einem Sitz verbringt.

Da der Flug einen Zwischenstopp im australischen Sydney einlegte, mussten alle Passagiere erneut durch die Sicherheitskontrollen, obwohl wir das Flugzeug eigentlich nur zum Auftanken verlassen sollten. Genau dort begann der kleine Ärger: Meine leere Benzinflasche für das Kochsystem sowie mein kleines Multitool wurden entdeckt. Die Sicherheitsbeamten erklärten mir, dass ich das Multitool nicht im Handgepäck mitnehmen dürfe und die Benzinflasche sogar grundsätzlich nicht transportiert werden dürfe – auch nicht im Aufgabegepäck. Das erschien mir sehr widersprüchlich, da ich die Flasche extra gründlich gereinigt hatte und keinerlei Gefahr mehr von ihr ausging. Diskussionen halfen jedoch nichts, und die Teile wurden einbehalten.

Nach weiteren knapp drei Stunden Flug landete ich schließlich in Neuseeland. Dort erwarteten mich erneut sehr strenge Sicherheits- und Einfuhrkontrollen, vor allem im Hinblick auf Lebensmittel und Outdoor-Ausrüstung. Glücklicherweise wurde mir dort nichts Weiteres abgenommen, und ich durfte problemlos einreisen.

Nach der Landung wartete ich nochmals rund drei Stunden, bis mich mein Warmshowers-Host in Christchurch abholte. Zu Hause angekommen ging es dann zuerst unter die Dusche, bevor ich damit begann, mein Fahrrad wieder zusammenzubauen. Parallel versuchte ich bereits zu organisieren, wie ich Ersatz für mein Multitool bekomme und vor allem eine neue, passende Benzinflasche mit Regulator für mein Soto-Kochsystem – ein System, mit dem ich extrem zufrieden bin und das für mich zu den besten auf dem Markt gehört.

Nach langen, sehr netten Gesprächen mit meiner Gastgeberin Biff und insgesamt rund 35 Stunden nahezu ohne richtigen Schlaf, fiel ich schließlich völlig erschöpft, aber glücklich ins Bett – angekommen am anderen Ende der Welt und bereit für das nächste Kapitel.

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