Ein Tag zum Durchatmen am Meer
Heute gönnte ich mir nach den anstrengenden letzten Etappen einen wohlverdienten Ruhetag. Ich schlief aus und frühstückte die Instantnudeln, die ich mir am Vortag im Seven Eleven gekauft hatte. Danach kümmerte ich mich zunächst um etwas Praktisches: Ich machte ein Backup meiner Filmaufnahmen vom Kameraequipment – sicher ist sicher.
Als ich gerade damit fertig war, bot mir die Angestellte der Unterkunft an, den Tag in einem anderen Resort derselben Familie zu verbringen, das rund sechs Kilometer entfernt direkt am Strand lag. Dieses Angebot nahm ich natürlich dankend an. Ich schwang mich aufs Fahrrad, machte noch einen kurzen Stopp beim Supermarkt, um etwas zu essen zu besorgen, und fuhr dann zum Resort ans Meer.
Bevor ich mich jedoch ins Wasser stürzte, nahm ich mir die Zeit, mein Fahrrad gründlich zu reinigen – besonders den Antrieb, der durch die letzten regnerischen Tage ziemlich verschmutzt war. Nachdem das erledigt war, ließ ich endlich die Seele baumeln: Ich entspannte am Strand, ging immer wieder schwimmen, aß etwas, telefonierte mit meiner Familie und organisierte über Warmshowers kostenlose Unterkünfte für die nächsten großen Städte.
Es tat unglaublich gut, einfach mal nichts zu müssen und den Tag ohne Zeitdruck zu genießen – nur das Rauschen des Meeres und der Wind in den Palmen. Es ist schon ein seltsames Gefühl zu wissen, dass mein großes Ziel nicht mehr allzu weit entfernt ist. Die letzten Kilometer werden wohl schneller vergehen, als mir lieb ist.
Am Abend ging ich noch in ein kleines Restaurant, in dem auch die Locals aßen – das Essen war günstig und lecker. Auf dem Rückweg vom Supermarkt erwischte mich dann ein Tropensturm, der mich völlig durchnässte. Doch das störte mich kaum, denn der Weg zur Unterkunft war kurz, und drinnen ließ ich den Tag mit einer Dokumentation gemütlich ausklingen.



