Vom Großstadtdschungel ans Meer – mein erster Radtag nach Bangkok
Heute Morgen begann der Tag wieder mit meiner gewohnten Fahrradroutine. Ich stand früh auf, kaufte mir im 7-Eleven Supermarkt noch schnell Reisnudeln und Nüsse und machte mir daraus mein einfaches, aber sättigendes Frühstück. Danach packte ich mein Fahrrad, befestigte alle Taschen, verabschiedete mich vom freundlichen Homestay-Betreiber und machte mich auf den Weg – raus aus dem Großstadtdschungel von Bangkok.
Die ersten Kilometer waren noch von viel Verkehr, hupenden Autos und großen Straßen geprägt. Doch je weiter ich aus der Stadt hinausfuhr, desto ruhiger wurde es. Nach einiger Zeit kam ich immer näher an den Golf von Thailand, also das Meer südlich von Bangkok.
Als ich schließlich von der Hauptstraße abbog, führte mich der Weg über kleine, ländliche Straßen, die von unzähligen überschwemmten Feldern gesäumt waren. Ich war mir nicht ganz sicher, ob dort Fische gezüchtet wurden oder ob diese künstlich überfluteten Parzellen einer bestimmten Art von Landwirtschaft dienten – aber der Anblick war faszinierend.
Nach rund 100 Kilometern machte ich meine Mittagspause, genau dort, wo ich zum ersten Mal das Meer in Sichtweite hatte. Es gab – wie so oft – Reis mit Ei und Gemüse, aber diesmal besonders frisch und lecker. Gestärkt fuhr ich weiter entlang der Küste. Das Meer sah ich nur hin und wieder, wenn ich direkt auf das Wasser zufuhr, da meist eine dichte Baumreihe den Blick versperrte.
Ein Highlight des Tages war ein neuer Fahrradweg, der mich die letzten 30 Kilometer begleitete. Auf einem kurzen Zwischenstopp bei einem kleinen Straßenkiosk holte ich mir noch einen Softdrink, bevor ich weiterfuhr. Kurz darauf sah ich plötzlich einen großen Varan direkt vor mir auf dem Radweg! Er erschrak und flüchtete schnell ins Gebüsch – ein kurzer, aber intensiver Moment, der mir wieder zeigte, wie abenteuerlich und lebendig Radreisen durch Thailand sein kann.
Auch die Vogelvielfalt in dieser Region war beeindruckend: Überall sah ich Stelzenläufer, Reiher und Limikolen, die in den überschwemmten Feldern nach Nahrung suchten.
Nach 160 Kilometern erreichte ich schließlich wieder einen 7-Eleven Supermarkt, neben dem sich einige kleine Essensstände befanden. Ich bestellte mein typisches, warmes Reisgericht und kaufte gleichzeitig schon mein Frühstück für den nächsten Tag – perfekt getaktet.
Gegen 17:15 Uhr machte ich mich auf die letzten zwei Kilometer zum Strand. Dort wollte ich auf einem Campingplatz direkt am Meer übernachten. Der Wärter sagte mir allerdings, der Platz sei geschlossen. Das konnte ich kaum glauben – also nickte ich erst, ging aber anschließend am Strand entlang, bis ich sah, dass dort sehr wohl andere Camper waren. Also stellte ich mein Zelt unauffällig am Rand der Wiese auf, um niemanden zu stören.
Nachdem alles aufgebaut war, zog ich mich um, schlüpfte in meine Badehose und sprang ins Meer. Das Wasser war angenehm mild, die Sonne ging gerade unter – ein perfekter Moment der Ruhe nach einem langen Radtag.
Später begann meine gewohnte Abendroutine: Salben auftragen, Supplements nehmen und mit der Blackroll meine Beine und den Rücken lockern. In der Dunkelheit setzte ich mich mit meinem Campingstuhl direkt ans Meer, bearbeitete meine Reels der letzten Tage und holte meine Tagebucheinträge nach, die ich in Bangkok aus Zeitmangel ausgelassen hatte. Das dauerte zwar eine Weile, war mir aber wichtig.
Gegen 22:00 Uhr kroch ich schließlich erschöpft, aber zufrieden in mein Zelt – das sanfte Rauschen der Wellen im Hintergrund, mein beruhigender Soundtrack zum Einschlafen.







