Erster Pausentag in Bangkok
Am heutigen ersten Pausentag in Bangkok machte ich mich auf den Weg, um einige der bekanntesten Tempelanlagen der Stadt zu besichtigen.
Zuerst besuchte ich den Grand Palace. Schon beim Eintritt wunderte ich mich, warum ich dort kostenlos hineinkam, denn normalerweise ist dies die teuerste Tempelanlage Bangkoks. Schnell fand ich heraus, dass heute ein Nationalfeiertag war – an diesem Tag vor vielen Jahrzehnten war ein König gestorben. Zu Ehren dieses Gedenktages war der Eintritt frei, was natürlich ein schöner Zufall war.
Anschließend ging es weiter zur Wat Pho Tempelanlage, die mich noch deutlich mehr beeindruckte als der Grand Palace. Überall standen kunstvoll verzierte Türme, kleine Tempel, unzählige Buddha-Statuen und im Zentrum der berühmte riesige liegende Buddha. Es gab so viel zu sehen, dass ich anfangs gar nicht wusste, wo ich zuerst hingehen sollte.
Nach diesen beiden Tempelanlagen hatte ich noch nicht genug und nahm mir nach einem leckeren Mittagessen an einer kleinen Straßenküche ein Grab-Rollertaxi zum Wat Traimit Witthayaram Worawihan Tempel. Dieser Tempel liegt auf einem kleinen Hügel, den man zu Fuß erklimmen muss. Beim Aufstieg kam ich an vielen Gebetsglocken vorbei, die leise im Wind klangen, und oben angekommen bot sich mir eine tolle Aussicht auf die Skyline von Bangkok.
Danach schlenderte ich am helllichten Tag durch Chinatown. Dort herrschte ein unglaubliches Treiben – tausende kleine Stände, Garküchen und Geschäfte reihten sich dicht an dicht. Ich ließ mich einfach treiben und genoss die Atmosphäre.
Nach einem längeren Marsch kehrte ich wieder in die Gegend des Grand Palace zurück, wo ich an einer Free Walking Tour teilnahm, die ich bereits am Vorabend gebucht hatte. Der Guide erzählte spannende geschichtliche Hintergründe zu den Orten, die ich bereits gesehen hatte, und führte uns zudem über den berühmten Blumenmarkt, auf dem es vor allem unzählige Orchideen in allen Farben gab. Nach rund zwei Stunden endete die Tour – meine Füße schmerzten inzwischen, denn ich war bereits über 20.000 Schritte gelaufen.
Da ich mir für den Abend jedoch noch unbedingt eine traditionelle Thai-Massage vorgenommen hatte, lief ich trotz der Schmerzen noch dorthin. Die Massage war unglaublich wohltuend und half meinem Körper, sich nach den letzten Wochen und den vielen Kilometern endlich einmal richtig zu regenerieren.
Zum Abschluss des Tages ließ ich mir noch die Haare schneiden und den Bart stutzen. Leider schnitt der Friseur die Haare für meinen Geschmack etwas zu kurz und den Bart fast gar nicht, was bei einem stolzen Preis von rund acht Euro etwas enttäuschend war.
Mit schmerzenden Füßen, aber vielen neuen Eindrücken, lief ich anschließend durch die belebten Straßen Bangkoks zurück zu meiner Unterkunft. Dort ließ ich den ereignisreichen Tag mit einem kleinen Filmabend ausklingen.


















