Tag
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Entspannung, Kultur und Meeresrauschen – ein Ruhetag in Hội An


Nach den langen, anstrengenden Etappen der letzten Tage gönnte ich mir heute endlich einen wohlverdienten Ruhetag. Ich schlief aus und merkte deutlich, wie sehr mein Körper die Pause brauchte. Zum Frühstück holte ich mir etwas aus einem kleinen Supermarkt, bevor ich mich auf den Weg machte, um die Altstadt von Hội An zu erkunden.

Schon nach kurzer Zeit fiel mir auf, wie touristisch die Stadt ist. An fast jeder Ecke wurde ich angesprochen – für Massagen, Souvenirs oder Restaurantbesuche. Also bog ich in ein paar ruhigere Seitenstraßen ab, um ein authentischeres Bild der Stadt zu bekommen. Dort entdeckte ich einige schöne Kunsthandwerksläden, darunter einen besonders beeindruckenden: Sens Faifo. Der Laden war mit Abstand der schönste und hochwertigste, den ich bisher gesehen habe – mit handgefertigten Produkten aus den umliegenden Dörfern. Ein kleines, holzgeschnitztes Objekt gefiel mir besonders gut, also nahm ich mir eine Visitenkarte mit und beschloss, am nächsten Tag noch einmal vorbeizuschauen.

Anschließend spazierte ich weiter durch die Gassen und kam zum großen Markt von Hội An, der mit seinen engen Wegen, Ständen und Gerüchen fast einem orientalischen Basar gleicht. Ein Stück weiter entdeckte ich einen kleinen Stand, an dem es traditionelle weiße Brötchen gab – gefüllt mit Avocado, Tofu und Erdnussbutter. Eine unerwartet köstliche Kombination, die mir perfekt als Mittagsstärkung diente.

Am Nachmittag bestellte ich mir über Grab einen Motorroller – für gerade einmal 0,80 € – und fuhr damit die rund fünf Kilometer bis zum Strand. Dort legte ich mich auf eine freie Liege. Ich hatte wohl Glück, dass in dem Moment niemand der Betreiber in meiner Nähe war, denn eigentlich hätte man für die Liegen bezahlen müssen. Da ohnehin genug frei waren und ich niemandem den Platz wegnahm, blieb ich einfach liegen – ohne schlechtes Gewissen.

Zwischenzeitlich ging ich immer wieder ins Meer, das mit etwa 30 °C angenehm warm war. Durch den leichten Wind entstanden kleine Wellen, in die ich mich voller Freude stürzte. Es fühlte sich an, als würde ich in einer milden Badewanne baden – einfach herrlich.

Am Abend fuhr ich zurück in die Stadt und ließ mich von der besonderen Atmosphäre am Flussufer verzaubern. Überall glitzerten bunte Lampions auf traditionellen Booten, die gemächlich über den Kanal fuhren. Aus vielen Karaokebars klangen Gesänge – mal von Einheimischen, mal von Touristen – und es lag eine beschwingte, fast magische Stimmung in der Luft.

Ich beendete den Abend mit einem Eis, schlenderte gemütlich zurück zu meiner Unterkunft und machte mir dort noch einen kleinen Filmabend – ein rundum perfekter, entspannter Tag.