Tag
1

Zwischen Grasland, freundlichen Kindern und kleinen Alltagsproblemen


Am heutigen Morgen stand ich wieder kurz vor 6:00 Uhr auf. Ich packte meine Sachen, verschob das Frühstück auf später und machte mich direkt auf den Weg. Die Strecke führte weiter auf dem Highway Richtung Süden. Schon früh waren zahlreiche Schulkinder auf Rollern oder Fahrrädern unterwegs, winkten mir fröhlich zu und riefen immer wieder „Hello!“. Diese kleinen Begegnungen bereiten mir jedes Mal große Freude – die leuchtenden Gesichter und ihre Neugier sind ansteckend.

Die Landschaft war geprägt von weiten Grasflächen und überschwemmten Feldern, immer wieder unterbrochen von kleinen Rauchschwaden, die von Müllhaufen oder brennendem Gartenschnitt aufstiegen. Mittlerweile habe ich mich an diese Alltagsbilder gewöhnt – sie gehören hier einfach zum Straßenbild.

Nach rund 50 Kilometern legte ich meine erste Pause ein und holte das Frühstück nach. Eine Packung Oreo-Kekse und ein eingeschweißtes Brötchen mussten heute genügen. Etwa 25 Kilometer später folgte das gewohnte Mittagessen – Reis mit Ei, einfach, aber zuverlässig sättigend.

Den restlichen Tag über trat ich weiter kräftig in die Pedale. Etwa alle 25 bis 30 Kilometer gönnte ich mir einen kurzen Stopp für einen Softdrink, um neue Energie zu tanken.

Am Abend suchte ich mir schließlich eine Unterkunft. Nach mehreren Anläufen fand ich ein Hotel, das noch Platz hatte – für einen fairen Preis von rund sechs Euro pro Nacht. Das einzige Manko: Die Klimaanlage funktionierte nicht, wodurch meine durchgeschwitzten Fahrradsachen nicht trockneten. Zu allem Überfluss vergaß ich auch noch, meine Radhose mit Desinfektionstüchern zu reinigen – ein Fehler, den ich am nächsten Tag deutlich spüren sollte. Durch den Schweiß und die Salze sammelt sich dort nämlich einiges an, und wenn man das nicht regelmäßig säubert, wird jeder Kilometer am Folgetag zur kleinen Herausforderung.

So endete der Tag – unspektakulär, aber ehrlich, mit all den kleinen Details, die das Radreiseleben ausmachen.