Ein Tag im CatCat Valley und ein bisschen Alltagsorganisation
Heute begann der Tag etwas früher als gewöhnlich, denn ich hatte mich mit der Französin, die ich am Vortag kennengelernt hatte, verabredet. Sie schlug vor, gemeinsam ins CatCat Valley zu gehen. So trafen wir uns am Morgen und wanderten hinunter in das kleine Dorf. Der Weg führte entlang eines Flusses und mehrerer Wasserfälle, eingerahmt vom dichten Dschungel – eine idyllische Atmosphäre. Wären da nicht so viele Touristen gewesen, die sich in traditioneller Kleidung für Fotoshootings inszenierten, hätte der Ort noch deutlich mehr Ruhe ausgestrahlt.
Am Bach, wo es etwas stiller war, entschieden wir uns, die Füße ins Wasser zu halten. Die Erfrischung war so angenehm, dass wir schließlich ganz hineinstiegen. Da wir keine Badesachen dabeihatten, musste die Unterwäsche genügen. Im Vergleich zur feuchtwarmen Luft war das Wasser wunderbar kühl. Anschließend stiegen wir über kleine Pfade wieder zurück in den Dschungel hinauf, da meine Begleiterin ihren Bus in die nächste Stadt erreichen musste. Am Hostel angekommen, gab sie mir noch ein wenig Malariaprophylaxe mit, die ich bislang weder in China noch in Vietnam besorgen konnte. Nun habe ich zumindest für den Notfall etwas dabei.
Für mich ging es danach zunächst zum Essen, bevor ich mich an meinen Blog und meine Kurzvideos setzte. Um eine Vorstellung zu geben, wie viel Arbeit dahintersteckt: Für das Schneiden von vier Kurzvideos brauche ich rund zwei Stunden. Für sieben Tage Blog mit den eingebetteten Bildern saß ich heute etwa vier Stunden am Laptop – das Internet war zudem nicht das schnellste, sodass vor allem das Hochladen der Fotos viel Zeit beanspruchte. Als ich mit allem fertig war, war es bereits dunkel.
Doch der Abend hatte für mich noch einige Programmpunkte: Gleich zwei Häuser weiter befand sich eines der vielen Massagehäuser der Stadt. Dort gönnte ich mir eine einstündige vietnamesische Massage. Sie kostete 13 Euro, war professionell und tat nach den anstrengenden Tagen ausgesprochen gut. Danach fühlte ich mich deutlich lockerer. Anschließend brachte ich meine Radhose mit einem Loch zu einer Näherei, wo man mir zusicherte, sie am nächsten Morgen fertigzustellen. Zum Abschluss suchte ich noch einen Friseur auf, der mir wieder einen frischen Schnitt verpasste. Nach Abendessen und einem letzten Spaziergang fiel ich schließlich müde ins Bett.



