Vom Großstadtdschungel in die Stille des Dschungels
Mein heutiger Tag begann wie gewohnt mit einer Portion Instant-Nudeln und ein paar Nüssen – mein einfaches, aber bewährtes Frühstück. Anschließend verließ ich Kunming. Die Ausfahrt aus dieser Acht-Millionen-Stadt war chaotisch: Massen an Rollern, Autos, LKWs und Tuk-Tuks wuselten durcheinander – und irgendwo dazwischen schlängelte ich mich mit meinem Fahrrad hindurch. Kilometer für Kilometer zog sich die Stadt, bis es schließlich ruhiger wurde.
Hinter Kunming führte mein Weg über mehrere Hügel und entlang großer Seen. Ich kam gut voran und legte meine erste Pause erst nach 90 Kilometern ein. Zum Mittag gab es wieder Reis mit Ei und Tomate – meine Lieblingskombination, die mich zuverlässig mit Energie versorgt.
Am Nachmittag ging es tiefer in den Dschungel hinein. Die Anstrengung wurde mit einer reichen Geräuschkulisse aus Vogelstimmen und Insekten sowie kleinen Wasserfällen am Wegesrand belohnt. Als die Sonne langsam tiefer stand, machte ich mich auf die Suche nach einem Schlafplatz. Schließlich entdeckte ich einen kleinen Trampelpfad, der von der Straße auf einen Hügel hinter einem Dorf führte. Dort baute ich mein Zelt auf.
Die Mücken waren schon aktiv und warteten nur auf ihre Chance. Doch ich beeilte mich mit meiner Abendroutine, um so schnell wie möglich ins sichere Zelt zu gelangen. Nur das Dehnen musste ich draußen erledigen – begleitet vom ständigen Fuchteln gegen die stechfreudigen Plagegeister. Um 20:30 Uhr lag ich schließlich im Schlafsack und schlief bald darauf ein.





