Ein „Ruhetag“ voller Höhenmeter und Eindrücke
Heute Morgen nahm ich ein Taxi hinauf auf den Bergrücken vor Kunming. Von dort starten mehrere Wanderrouten, die an verschiedenen Tempeln vorbeiführen. Schon gleich zu Beginn begegnete ich vielen Trailrunnern, die diese besondere Atmosphäre für ihr Training nutzten.
Ich selbst wanderte rund 11 Kilometer durch den dichten, grünen Dschungel. Es ging ständig bergauf und bergab – deutlich fordernder, als ich es mir für einen Pausentag vorgenommen hatte. Doch die Anstrengung lohnte sich: Immer wieder tauchten tibetische Tempel mitten im Wald auf, und von einigen Stellen hatte ich einen grandiosen Blick über den riesigen See, der direkt an Kunming liegt.
Natürlich war ich nicht allein unterwegs. Wie so oft in China kamen auch hier die meisten Besucher mit Gondeln oder Shuttle-Bussen bequem an ihre Ziele. Ich genoss jedoch den sportlicheren Weg und wanderte an mehreren kleineren Tempeln vorbei zurück zur Basisstation. Dort entschied ich mich – erschöpft, aber zufrieden – für die Gondel ins Tal. In der Kabine kam ich noch mit zwei Chinesinnen in meinem Alter ins Gespräch, die mir erzählten, dass sie ihre Ferien mit einem Basketball-Team verbringen.
Anschließend fuhr ich zum Decathlon in Kunming – mein erstes Shopping seit vielen Monaten. Dort kaufte ich mir helle, lange Kleidung als Schutz gegen die Moskitos in Südostasien, um vor allem auch wegen der Malaria vorbereitet zu sein. Nach einem stärkenden Abendessen kehrte ich ins Hotel zurück, packte meine Ausrüstung für die morgige Etappe und fiel müde, aber glücklich ins Bett.








