Ein Tag in den heißen Quellen von Shangri-La
Heute startete ich gut ausgeschlafen in den Tag. Zum Frühstück gab es eine Schale Instant-Nudeln, ergänzt mit etwas Obst und Nüssen. Danach packte ich meinen Rucksack, legte die Badesachen bereit und machte noch einen kurzen Einkauf, bevor ich mir ein Taxi nahm, das mich zu einer heißen Quelle rund 20 Kilometer außerhalb der Stadt brachte.
Zu meiner Überraschung waren dort keine Touristen. Lediglich vier ältere Herren saßen entspannt im warmen Wasser. Vom Parkplatz führte ein kleiner Anstieg bis zur Quelle, die ich schließlich erreichte. Das Wasser war wohltuend warm, allerdings war die Quelle selbst sehr schlammig, sodass meine Haut jedes Mal mit schwarzem Schlamm bedeckt war, sobald ich aus dem Wasser stieg. Trotzdem genoss ich die entspannte Atmosphäre – besonders, als es zu regnen begann und die Tropfen im heißen Wasser aufschlugen. Mit dem Blick auf die umliegenden Berge wirkte der Moment fast magisch.
Nach zwei Stunden in der Quelle machte ich noch einen Spaziergang über das Gelände und entdeckte neben der Männer- und Frauenquelle sogar eine dritte Quelle, die beinahe am einladendsten aussah. Doch für heute hatte ich genug Wärme getankt. Da ich nicht noch einmal Geld für die Rückfahrt im Taxi ausgeben wollte, lief ich etwa zweieinhalb Kilometer durch das angrenzende Dorf bis zur Hauptstraße, um von dort aus zu trampen.
Nach einer Viertelstunde hielt eine Freundesgruppe, die mich mitnahm. Bevor es zurück nach Shangri-La ging, wollten sie allerdings noch Pilze sammeln. Ich begleitete sie und genoss die frische Landschaft, auch wenn das Gebiet anscheinend schon stark abgesucht war und sie nichts fanden. Zum Glück hatten sie noch Vorräte von einer anderen Tour. Schließlich nahmen sie mich zurück in die Stadt mit, und wir führten auf der Fahrt noch sehr nette Gespräche.
Da ich alle Pläne für heute erfüllt hatte, ließ ich den Abend entspannt mit einem weiteren Filmabend ausklingen und bereitete bereits meine Sachen für die morgige Weiterfahrt vor.





