Von Hotelsuche, Teigtaschen und der Entscheidung für eine Pause
Heute startete ich nach einer erholsamen Nacht entspannt in den Tag. Zum Frühstück bereitete mir der Vater meines Gastgebers, der ebenfalls im Haus lebt, frisch gemachte Teigtaschen, scharfe Paprika, Yak-Milch und Tee zu – ein perfekter Start.
Da ich in den letzten Tagen viele Höhenmeter gesammelt und schneller Fortschritte gemacht hatte, als ursprünglich geplant, entschied ich, heute nur einen halben Tag zu fahren und mir morgen einen Ruhetag zu gönnen. In China lief bisher alles problemlos, und ich hatte keinen Zeitdruck – also genau der richtige Moment für eine Pause nach vier intensiven Tagen.
Mein Ziel war die Stadt Batang. Dort wollte ich in das günstigste Hotel aus meinem Navi einchecken. Allerdings konnte ich es vor Ort nicht finden. Eine Motorradfahrerin, die ich um Hilfe bat, schloss sich meiner Suche an. Gemeinsam liefen wir durch enge Gassen und klapperten verschiedene Adressen ab, immer wieder mit widersprüchlichen Hinweisen. Bei inzwischen warmen Temperaturen auf 2600 m Höhe sehnte ich mich einfach nur nach Ruhe in meinem Zimmer.
Schließlich stellte sich heraus, dass das Hotel gar nicht existierte. Also suchte ich ein anderes günstiges Hotel – nur 50 m entfernt. Doch auch dort war niemand, und es wurde gebaut. Die Motorradfahrerin rief die Telefonnummer an, die an der Tür hing, und erfuhr, dass der Besitzer gerade ein anderes Hotel als Ausweichquartier nutzte. Mit ihrem Roller brachte sie mich dorthin. Die ganze Aktion hatte mich zwar eine Stunde gekostet, aber am Ende hatte ich für 11 € pro Nacht ein Zimmer mit allem Nötigen.
Nach einem Mittagessen widmete ich den Rest des Tages meinem Blog und dem Schneiden meiner Reels – mit dem Vorsatz, den morgigen Ruhetag ganz ohne Arbeit zu genießen.



